Berlin : Modemacher: Verband Berliner Createure will mehr Abwechslung auf dem Laufsteg

S.N.

Der Verband Berliner Createure (VBC) lässt nicht locker. Vor zwei Jahren wurde er mit dem Ziel gegründet, möglichst viele Berliner Modemacher unter einen Hut zu bringen. Stattdessen pendelte sich die Mitgliederzahl bald bei 17 ein, und die zweimal jährlich veranstaltete Createure Woche fand nicht die erhoffte Resonanz.

Jetzt gibt es eine neue Strategie. Zur vierten Createure Woche von 6. bis 10. September sollen Berliner Labels eingeladen werden, sich auf einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung in der Nikolaikirche zu präsentieren. Grundsätzlich sind alle Modemacher einschließlich Studenten und Absolventen willkommen, die eine "zusammenhängende Kollektion" produzieren. Namen konnten bei der gestrigen Pressekonferenz des VBC allerdings noch nicht genannt werden. Da die Teilnahme kostenlos ist, hofft der Verband auf genügend Interesse, um einen Querschnitt durch das Berliner Modedesign zeigen zu können.

Große Pläne bestehen für die fünfte Createure Woche im Februar. Das Programm soll in fünf Sparten aufgeteilt werden: Aktuelle Kollektionen, Orderkollektionen für die nächste Saison, die Einkäufer und Fachpresse anziehen sollen, ein experimentelles Forum für den Grenzbereich zur Kunst, eine Plattform für den Nachwuchs sowie Rahmenprogramm. Auch über das Internet sollen Öffentlichkeit und Fachpublikum stärker angesprochen werden.

Eine so ehrgeizige Veranstaltungsreihe ist nur mit Unterstützung von Senat und Sponsoren machbar, mit denen der VBC in Verhandlungen steht. Mit der Eröffnung des Gründerzentrums "Kiefholzateliers" am 6. September, dem Berlin Fashion Weekend von 22. bis 24. September, zu dem angeblich John Galliano persönlich eine Dior-Schau präsentieren soll, sowie dem Festival de la mode der Galéries Lafayette von 27. bis 30. September verspricht der Spätsommer jedenfalls interessant zu werden.

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