Berlin : Modern nach Malmö

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Zwei Jahre nach der Aufnahme der Fahrten durch ein privates Unternehmen erhält der Nachtzug Berlin-Malmö jetzt moderne Wagen. Die bisher eingesetzten Altbaufahrzeuge aus Tschechien und der Slowakei waren meist klapprig, schmutzig, schäbig. Viele Fahrgäste hatten sich darüber beschwert. Jetzt rollen moderne schwedische Liege- und Schlafwagen. Im Schlafwagen hat jedes Abteil eine Toilette und Dusche. Weil die schwedischen Waggons 15 Zentimeter breiter sind als deutsche, waren vor dem Einsatz aufwendige Tests durch die Deutsche Bahn erforderlich. Die Georg Verkehrsorganisation GVG aus Frankfurt (Main) hatte den Verkehr als erstes privates Unternehmen im Fernverkehr im September 1999 aufgenommen, nachdem die Bahn AG die Verbindung mangels Nachfrage eingestellt hatte. Der Georg-Zug ist seither meist gut besetzt. Ärger gab es mit der Bahn nicht nur um die Zulassung der schwedischen Wagen sondern auch um den Einsatz von DB-Loks für den Zug. Nach Georgs Ansicht forderte die Bahn zu hohe Preise. Auch hier griff er auf privat gemietete Loks zurück.

Die Bahn AG hat inzwischen auch die Tagesverbindung nach Malmö gestrichen, obwohl Berlin zum europäischen Eisenbahnknoten ausgebaut werden soll.

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