Modewoche : Zwei neue Standorte für die Fashion Week

Für die Fashion Week sind offenbar zwei Alternativstandorte zum Bebelplatz gefunden worden: der Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof und die Straße des 17. Juni in Höhe des Sowjetischen Ehrenmals.

Blick in die Vergangenheit. Das Denkmal der leeren Bibliothek unter dem Bebelplatz gemahnt an die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten. Es wurde bisher durch die Zeltaufbauten der Fashion Week regelmäßig verdeckt. Die Modewoche soll hier deshalb nicht mehr stattfinden. Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Blick in die Vergangenheit. Das Denkmal der leeren Bibliothek unter dem Bebelplatz gemahnt an die Bücherverbrennung der...

Die neuen Alternativstandorte bestätigte der Baustadtrat von Mitte, Ephraim Gothe (SPD), dem Tagesspiegel. Allerdings kann die Mode-Woche frühestens nächstes Jahr an diesen Standorten stattfinden: Die Baumaßnahmen am Sowjetischen Ehrenmal beginnen zwar bald, dauern aber bis zu acht Monate. „Wir verlegen dort neue Wasser- und Stromanschlüsse“, sagte Gothe. Und der Washingtonplatz wird bis August 2011 zum „edlen Großstadtplatz“, so der Stadtrat, umgestaltet. Das bedeutet, dass die Fashion Week noch dieses Jahr im Juli und vermutlich auch noch Anfang 2011 am Bebelplatz stattfinden wird. Gothe hofft, dass dieser Kompromiss mit der „Initiative Bebelplatz“ getroffen wird. Am 31. Mai will der Bezirk mit Vertretern der Initiative sprechen. Auf dieser Sitzung soll der Bebelplatz als Veranstaltungsort für die Fashion Week von der Bezirksliste gestrichen werden. Nach wie vor könnten dort laut Gothe die Oper für alle und die im Winter geöffnete Eisbahn am Rande des Platzes stattfinden. Der Petitionsausschuss des Abgeordnetenhauses lehnt dagegen eine kommerzielle, nicht kulturelle Nutzung des geschichtsträchtigen Ortes mit seinem unterirdischen Mahnmal zur Bücherverbrennung ab. sib

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben