Berlin : Modische Verkleidung

Esmod-Designerschule feierte Kostümfest

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Sie ist die Schutzheilige der Haute Couture: St. Catherine. Ihr zu Ehren veranstaltet die private Modeschule Esmod alljährlich ein Kostümfest. Dieses Mal wurde es im großen Sendesaal des ehemaligen DDR-Rundfunkgebäudes in der Nalepastraße in Oberschöneweide gefeiert. Aber nicht Radio stand im Mittelpunkt. Vielmehr sollten sich die Studenten aller drei Jahrgänge von Comics aus allen Erdteilen zu Kostümen inspirieren lassen. Wer sich in der Welt des Comics nicht gut auskannte, konnte an diesem Abend einiges lernen. Zum Beispiel, dass es eigentlich überall im Comic eher düster zugeht. Vielleicht inspirierten die Bösewichte, Vampire und dunklen Gegenspieler zuckersüßer japanischer Mangamädchen die rund 160 Studenten einfach nur stärker. Bestimmt war es ein großer Spaß, Kunstblut auf Kleidung und Gesicht zu verteilen oder Zepter aus Nägeln zu basteln.

Einen karitativen Zweck hatte das große Verkleiden auch: Gesammelt wurde für „Afrikaherz“, ein Berliner Aids-Hilfsprojekt. Deshalb begann die fast einstündige Marathonschau auch mit afrikanischen Kostümen – inklusive eines sauertöpfisch dreinblickenden Kolonialisten, der in seinem eigenen Pappmaché-Kochtopf saß und auf sein Ende als Ragout wartete. Politisch korrekt war hingegen die Kür des Siegeroutfits dieser Gruppe: Es gewann ein Kleid mit politischem Schriftzug drauf.gth

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