"Modulor" : Kaufhaus für Kreative in Kreuzberg

Modulor hat große Pläne: Der Spezialist für Kunstbedarf will von der Gneisenaustraße an den Moritzplatz ziehen. Aus der ehemaligen Bechstein-Fabrik soll ein mehrstöckiges Kaufhaus werden.

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Der Liegenschaftsfonds des Landes hat das ehemalige Grundstück der Berliner Pianofabrik C. Bechstein am Kreuzberger Moritzplatz und ein Nachbargrundstück verkauft. Käufer ist eine Investorengruppe, die im wesentlichen aus dem Kaufmann Matthias Koch und der Modulor GmbH besteht. Über den Verkaufspreis machte der Liegenschaftsfonds keine Angaben. Da es sich um einer Vergabe im Direktverfahren ohne Ausschreibung handelt, müssen das Abgeordnetenhaus und der Aufsichtsrat des Liegenschaftsfonds noch zustimmen.

 Liegen die Genehmigungen vor, wollen die Investoren sofort mit dem Umbau beginnen. Geplant ist ein „Themenhaus für professionelle Kreative“, deren wichtigster Mieter der Materialgroßhändler Modulor sein wird. Der Laden, jetzt an der Gneisenaustraße, wird also umziehen und bleibt Kreuzberg damit erhalten.

„Wir planen ein Kaufhaus für Kreative, keinen Konsumklotz“, sagt Modulor-Geschäftsführer Andreas Krüger. Ab 2010 sollen Handwerker, Künstler und Architekten einziehen. „Gemeinsam mit den Partnern werden mehr als 250 Arbeitsplätze geschaffen, mittelfristig sogar mindestens 400“, so Krüger weiter. Mit dem neuen Angebot wollen die Entwickler die ehemalige Fabrik zu einem Stadtteilzentrum für die Kreativwirtschaft wandeln. Krüger: „Wir rechnen mit mittelfristig bis zu 2000 Besuchern pro Tag.“

Das Modulor-Haus am Moritzplatz wird künftig 16.000 Quadratmeter groß sein, Zentrum soll das etwa 5000 Quadratmeter großes Kreativ-Kaufhaus sein. Drumherum gruppieren sich nach den Plänen 30 bis 40 Dienstleistungs-, Handels-, Verlags- und Beratungsunternehmen sowie soziale und kulturelle Projekte, die mit ihren Angeboten ebenfalls die Kreativwirtschaft ansprechen sollen – etwa Druckdienstleister, Buchhändler, Möbeltischler, Siebdrucker, Nähservices und Galerien. (oew)

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