Mögliche Verschleppung : Berlinerin mit zwei Töchtern in Libyen verschollen

Das Auswärtige Amt bemüht sich um Aufklärung im Fall einer Berlinerin, die einem Zeitungsbericht zufolge mit ihren beiden Töchtern von deren Vater nach Libyen verschleppt worden sein soll.

„Der Fall ist dem Auswärtigen Amt bekannt“, sagte eine Sprecherin am Mittwoch auf Anfrage in Berlin. Mitarbeiter der deutschen Botschaft im libyschen Tripolis bemühten sich „nach besten Kräften um Aufklärung“.

Laut „Bild"-Zeitung vom Mittwoch sollen die 24-jährige Berlinerin und die beiden vier und sieben Jahre alten Töchter gemeinsam mit dem Vater zunächst nach Tunesien in den Urlaub gereist sein. Dort habe der 33-Jährige seine Freundin und die gemeinsamen Kinder offenbar über die Grenze in sein Herkunftsland Libyen verschleppt. Die Eltern der 24-Jährigen erzählten dem Blatt, der Mann habe ihre Tochter nie gut behandelt und ihr körperliche Verletzungen zugefügt. Er habe aber Besserung gelobt und ihre Tochter, die das alleinige Sorgrecht für die beiden Kinder besitze, von einem gemeinsamen Urlaub überzeugt.

In Tunesien seien die Vier dann plötzlich verschwunden, berichtete die Zeitung weiter. Erst mehrere Wochen später habe der 33-Jährige die Eltern seiner Freundin in Berlin angerufen und am Telefon „gedroht und geschrieen“. Nach Angaben der Eltern soll der Mann die 24-Jährige vor die Wahl gestellt haben, entweder verschleiert bei seiner Familie in Libyen zu leben oder ohne die beiden Kinder nach Deutschland zurückzukehren. Die Tochter selbst soll in einem späteren Telefonat mit ihren Eltern in Berlin angekündigt haben: „Ich komme zurück, aber nicht ohne meine Töchter“. (AFP)

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