• Mörder als Bankräuber: Nach Tötung der Ex-Freundin ein Geldinstitut in Mitte überfallen

Berlin : Mörder als Bankräuber: Nach Tötung der Ex-Freundin ein Geldinstitut in Mitte überfallen

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Der wegen Mordes an seiner früheren Lebensgefährtin gesuchte 38 Jahre alte Andreas Störzel hat offenbar vier Tage nach dem Tötungsdelikt eine Bankfiliale an der Chausseestraße in Mitte überfallen und beraubt. Der zunächst unbekannte Bankräuber betrat am Dienstag, dem 30. Mai, gegen 15.20 Uhr die Volksbankfiliale an der Chausseestraße 117, drohte mit einer Pistole und verlangte den Inhalt der Kasse. Dabei feuerte er einen Schuss auf das Schutzglas des Kassenbereichs ab. Ob dabei jemand verletzt wurde, ist nicht bekannt.

Mit seiner Beute floh der Täter; er wurde aber von mehreren Zeugen beobachtet und zunächst auch gestellt. Der Täter habe dann jedoch erneut seine Pistole gezogen, sie einem der Verfolger an den Kopf gehalten und auch abgedrückt. Glücklicherweise habe sich der Schuss jedoch nicht gelöst. Warum die Waffe versagte, ist nicht bekannt. Danach habe sich der Bankräuber losgerissen und sei in Richtung Eichendorffstraße gerannt. Unterwegs habe er sich nochmals umgedreht und die Pistole auf seine Verfolger gerichtet, berichtete ein Polizeisprecher. Daraufhin hätten diese die Verfolgung abgebrochen.

Nach der Beschreibung der Zeugen geht die Kriminalpolizei davon aus, dass es sich bei dem Täter um Andreas Störzel handelt. Der Mann steht im Verdacht, weitere Banküberfälle sowohl in Berlin als auch im benachbarten Brandenburg begangen zu haben. Er gilt als "extrem gefährlich und macht rücksichtslos von der Schusswaffe Gebrauch", erklärte die Polizei. Sie warnte vor einem Versuch, den Mann stellen zu wollen.

Störzel wird, wie berichtet, mit Haftbefehl gesucht, weil er im Verdacht steht, am 26. Mai gegen 13.35 Uhr am S-Bahnhof Hohenschönhausen seine ehemalige Lebensgefährtin getötet zu haben. Die 23-jährige Doreen W. war auf der Fußgängerbrücke an der Falkenberger Chaussee durch einen Kopfschuss getötet worden. Ein Motiv für den Mord in der Öffentlichkeit ist bisher nicht bekannt.

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