Berlin : Mord am Döner-Wirt aufgeklärt Verdächtiger wurde

in Holland festgenommen

Knapp drei Wochen nach dem Mord an dem Inhaber eines Döner-Imbisses in Wedding hat die Polizei den mutmaßlichen Täter gefasst. Der 42-Jährige Mirsad M. wurde bereits am vorigen Donnerstag in Alkmaar in den Niederlanden von holländischen Polizisten festgenommen. Er war mit internationalem Haftbefehl wegen „heimtückischen Mordes“ gesucht worden. Die Auslieferung von Mirsad M., der laut Polizei ursprünglich aus Bosnien-Herzegowina stammt, sei beantragt.

Wie berichtet, war der 45-jährige Döner-Wirt Müslüm B. am 8.April in seinem Imbiss „Grillhaus Rehberge“ in der Müllerstraße durch zwei Schüsse getötet worden. Der mutmaßliche Mörder soll vor der Tat gegen 2.45 Uhr einer der letzten Gäste des kurdischen Wirts gewesen sein. Müslüm B. – Vater von sieben Kindern – erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. Mehrere Zeugen hatten den Ermittlern der Mordkommission den Schützen beschrieben. Doch anfangs wusste die Polizei lediglich, dass es sich bei dem Täter um einen Mann aus dem ehemaligen Jugoslawien handeln soll.

Die Beamten durchsuchten mehrere Wohnungen in Neukölln nahe der Boddinstraße. Die Einsätze blieben zunächst erfolglos. Weitere Zeugenbefragungen führten die Ermittler schließlich auf die Spur von Mirsad M., der sich bereits nach Holland abgesetzt hatte. Die Hintergründe der Tat würden derzeit noch ermittelt, hieß es gestern. Wie ein Zeuge dem Tagesspiegel berichtete, soll der mutmaßliche Mörder 20 Euro von dem Döner-Wirt für Drogen verlangt haben. Als Müslüm B. sich weigerte, ihm das Geld zu geben, habe der Mann ihn erschossen. Die Polizei wollte dazu keine Angaben machen. Mirsad M. soll in Berlin bislang nicht durch Straftaten aufgefallen sein. tabu

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