Mord an Steuerberater in Westend : Polizei tappt im Dunkeln

Nach den Schüsse auf einen Steuerberater in Westend kommt die Polizei nicht voran. Jetzt teilte sie mit: Die Suche nach Schmauchspuren erbrachte „kein eindeutiges Ergebnis“.

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Die Aufklärung des Mordes an einem Steuerberater in Westend gestaltet sich schwieriger als gedacht. Wie berichtet, hatte die Polizei nach der Tötung von Ingo W. durch Schüsse unter anderem nach Schmauchspuren gesucht, wie sie sich beim Abfeuern einer Waffe an den Händen und an der Kleidung finden. Der Verdacht der Ermittler hatte sich nach der Tat schnell auf die Söhne des Opfers, 18 und 16 Jahre alt, gerichtet. Als Hintergrund wurden familiäre Gründe vermutet.

Nun hat sich jedoch eine von der Polizei verfolgte Spur als nicht ergiebig herausgestellt: „Die bisher durchgeführten Schmauchspuruntersuchungen erbrachten kein eindeutiges Ergebnis“, sagte am Mittwochabend ein Polizeisprecher.

„Weitere kriminaltechnische Untersuchungen halten an.“

„Die Ermittlungen und weitere kriminaltechnischen Untersuchungen halten an.“ Damit sind die Chancen, den Fall aufzuklären, deutlich gesunken. Ingo W. war wie berichtet vor gut zwei Wochen in seinem Büro von sechs Kugeln getötet worden, doch die Tatwaffe bleibt verschwunden. Die Söhne des Opfers sind weiterhin frei. Zwar hatten sich die Ermittlungen wegen Totschlags gegen sie gerichtet, doch es lag kein dringender Tatverdacht vor, der einen Haftbefehl gerechtfertigt hätte. Zudem besteht bei den beiden jungen Männern, die „aus geordneten Familienverhältnissen stammen“, keine Fluchtgefahr, wie es hieß.

Die Aussagen der drei Angestellten, die während der Tat in der Kanzlei, aber offenbar nicht im Büro des Opfers waren, sollen vage und teilweise widersprüchlich sein. Fest steht bislang nur, dass nach den Schüssen ein „junger Mann“ die Räume verlassen hat. Der Täter hatte die Kanzleitür zuvor mit einem Schlüssel selbst geöffnet und war zu Ingo W. ins Büro gestürmt. Dort feuerte er zahlreiche Schüsse ab, sechs Kugeln trafen den Steuerberater - davon eine in den Kopf. Der Jurist starb im Krankenhaus.

Da in ersten Zeugenaussagen die Söhne als mögliche Tatverdächtige genannt wurden, nahm die Polizei die jungen Männer kurz darauf in der elterlichen Wohnung im Nebenhaus fest. Doch wegen der mangelnden Beweise waren sie wieder freigekommen.

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