Mord-Prozess gegen Heinrich Scholl : Ex-Bürgermeister wurde am Tatort gesehen

Es gibt neue Hinweise im Mordprozess gegen den Ludwigsfelder Ex-Bürgermeister Heinrich Scholl: Eine Parteifreundin will ihn in der Nähe des Tatorts gesehen haben. Doch eine entscheidende Frage blieb bei der Aussage der Zeugin offen.

Der Ex-Bürgermeister von Ludwigsfelde Heinrich Scholl (M) mit seinen Anwälten.
Der Ex-Bürgermeister von Ludwigsfelde Heinrich Scholl (M) mit seinen Anwälten.Foto: dpa

Eine Zeugin im Mordprozess gegen den Ludwigsfelder Ex-Bürgermeister Heinrich Scholl will den Angeklagten in der Nähe des Tatorts gesehen haben. Fraglich blieb bei ihrer Vernehmung vor dem Potsdamer Landgericht jedoch, ob es sich dabei tatsächlich um den Tattag handelte.

„Ich bin an drei Tagen hintereinander immer zur gleichen Zeit nach Ludwigsfelde gefahren“, sagte die Parteifreundin des Ex-Bürgermeisters am Dienstag. „An einem der Tage habe ich gesehen, wie Herr Scholl aus dem Auto seiner Frau stieg.“ Nach Angaben eines Amtsrichters hatte der Ex-Bürgermeister bei seiner Haftprüfung zu Beginn des Jahres angegeben, dass er einen Tag vor der Tat mit seiner Frau spazieren war. Scholl ist angeklagt, im vergangenen Jahr seine Ehefrau und deren Hund heimtückisch in einem Wald erdrosselt zu haben. Er bestreitet die Tat.

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