Berlin : Mord und Totschlag zum Jubiläum

Wie 200 Jahre Kripo gefeiert werden

Schuss und Schluss. Die Revue. Foto: promo
Schuss und Schluss. Die Revue. Foto: promo

Einen echten Kriminalkommissar kennen die meisten Bürger wohl nur aus Kino und Fernsehen. Gut also, dass es an diesem Freitag Gelegenheit gibt, echte Kripo-Männer und -Frauen zu erleben, sie näher kennenzulernen und vor allem sich gemeinsam mit ihnen zu amüsieren. Und Amüsement ist wohl der erste Zweck der Feier, mit der der Bund Deutscher Kriminalbeamten (BDK) das Jubiläum „200 Jahre Kripo Berlin“ begeht und zu der er neben den Mitgliedern auch alle anderen einlädt, denen der Sinn nach „Mord & Totschlag“ steht – so lautet jedenfalls der Titel der im Zentrum des Abends stehenden Revue.

Der Anlass für den Blick in die kriminalistische Vergangenheit der Stadt: Am 1. April 1811 erhielt Berlin mit Dietrich Friedrich Karl von Schlechtendahl, zuvor Direktor des Stadtgerichts, den zweiten Polizeipräsidenten, der auf Anweisung Friedrich-Wilhelms III. seine sechs Kriminalermittler gleich mitnahm – die Geburtsstunde der Kriminalpolizei, was natürlich auch von der Polizei selbst gefeiert wird. Deren Programm beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der St. Bartholomäuskirche, Friedenstraße in Friedrichshain, eine interne Veranstaltung, bei freien Plätzen aber jedermann zugänglich. Später folgt der rein interne Festakt im Alten Stadthaus am Molkenmarkt, Sitz der Senatsinnenverwaltung, was historisch schon dadurch naheliegt, da sich am Molkenmarkt von 1809 bis 1889 das erste Polizeipräsidium befand. Frei zugänglich ist gegen 13 Uhr die Eröffnung einer Jubiläumsausstellung im Foyer des Polizeipräsidiums am Platz der Luftbrücke 6, die bis 15. Mai täglich zwischen 8 und 18 Uhr zu sehen ist. Sie ergänzt die ständige Polizeihistorische Sammlung, in der auch die Geschichte der Berliner Kriminalpolizei ausführlich gewürdigt wird.

Auf andere Weise werden die „200 Jahre Kripo“ ab 19 Uhr im Adagio am Marlene-Dietrich-Platz 1 gefeiert. Charlotte Wolff, Ralf Schulze & Co. sowie Henning Flintholm und Band präsentieren ihre musikalisch-kabarettistische KrimiRevue „Mord & Totschlag“. Weiter gibt es Interviews mit Gästen aus Politik, Behörden und Wirtschaft. Später mündet das Programm in die „Detectives’ Night“ mit Tanzen und einer Joe-Cocker-Show mit Peter Riege. Vermutlich wird dabei auch Cockers Hit „Unchain my Heart“ geboten. Man sollte ihn für die Kripo-Klientel umtexten: „Unchain my Hands“. ac

Karten für „Mord & Totschlag“ gibt es an der Abendkasse. Sie kosten 28 Euro (erm. für Gewerkschaftsmitglieder). Infos: www.200jahrekripo.de.

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