Berlin : Mozart als Breakdance

Christoph Hagel mixt jetzt Klassik mit Varieté.

Veronique Rüssau

Christoph Hagel sitzt an einem edlen, schwarz glänzenden Bechstein-Flügel. Der Dirigent und Opernregisseur spielt Mozart. Doch plötzlich stimmt ein ungewohnter Klang in die klassische Musik ein. Ein Beat. Am Mikrofon steht neben dem Flügel ein junger Mann, der sich Robeat nennt. Ohne Instrument, nur mit seinem Mund schafft er die Beatboxklänge, die sich auf ungewohnte Weise in das Klavierstück fügen.

Am Donnerstag stellte Hagel in den Räumen des C. Bechstein Centrums in Charlottenburg sein neues Programm vor, das ab dem 19. Februar im Wintergarten zu sehen sein wird. „Breakin’ Mozart“ heißt die Crossoverproduktion. Klassische Musik von Wolfgang Amadeus Mozart trifft auf Breakdance, Akrobatik und Beatbox.

Für Christoph Hagel ist es nicht das erste Mal, dass er ungewöhnliche Kombinationen schafft, Klassik mit Moderne kombiniert. Der Echo-Preisträger hat bereits die Zauberflöte in der U-Bahn inszeniert und die Berliner Breakdancegruppe der Flying Steps zu Johann Sebastian Bach tanzen lassen. Jetzt also Mozart. „Mozart und Entertainment passen sehr gut zusammen“, sagt Hagel. „Ich sehe es als meine Aufgabe, klassische Musik an eine breitere Öffentlichkeit zu bringen.“ Beim Mozartfest in Würzburg hat er das neue Konzept bereits erprobt. Nun hat er es für das Wintergarten-Varieté noch einmal verändert. Beatbox kam dazu – und wie es sich im Haus an der Potsdamer Straße gehört, natürlich Artistik! Veronique Rüssau

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