Müggelheim : Mord an Ehefrau und Seniorin: 51-Jähriger vor Gericht

Der 51-Jährige, der seine künftige Schwiegermutter und seine Ehefrau ermordet haben soll, kommt jetzt vor Gericht.

Personalmangel in Berlin. Verbundene Augen sind bei Justitia erwünscht, gebundene Hände nicht.
Personalmangel in Berlin. Verbundene Augen sind bei Justitia erwünscht, gebundene Hände nicht.Foto: picture alliance / dpa

Der Mann brach an den Tatorten zusammen. Dennis M. stand Anfang 2013 überzeugend fassungslos vor Polizisten, als seine Frau tot in der Wohnung lag. Rund vier Jahre später meldete er den mörderischen Überfall auf seine künftige Schwiegermutter in Müggelheim und ließ sich als Mann, der die Leiche fand, von seiner damaligen Lebensgefährtin trösten. Nun steht der 51-Jährige vor dem Landgericht. 

Ganz in Schwarz saßen dem Angeklagten mehrere Nebenkläger gegenüber. Es sind seine drei Kinder und die Tochter des zweiten Opfers, die an dem Prozess wegen zweifachen Mordes teilnehmen. Ob sich Dennis M. - ein gelernter Tischler, der zuletzt von Hartz IV und Witwerrente gelebt haben soll – äußern wird, blieb zunächst offen. 

M. hatte damals einen Suizid gemeldet

Der mutmaßliche Müggelheim-Mörder soll am Morgen des 21. November 2016 in das Einfamilienhaus seiner Schwiegermutter in spe eingestiegen sein. Er habe Geld und Wertgegenstände stehlen wollen, davon sind die Ermittler überzeugt. Als die 66-Jährige den Mann überraschte, habe er aus Angst mit einem Messer und einem Schraubendreher auf sie eingestochen. Laut Staatsanwaltschaft floh er mit 30 Euro Beute.

Erst im Zuge der Ermittlungen wurde der Todesfall seiner Ehefrau neu aufgerollt. M. hatte damals einen Suizid gemeldet. Nach der erneuten Prüfung geriet er unter Verdacht. M. soll seine Ehefrau erdrosselt und ihren Tod als einen Selbstmord getarnt haben. Nächsten Mittwoch soll der Prozess fortgesetzt werden.

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