Müll in Parks : Berliner Stadtreinigung soll auch Grünanlagen säubern

Orange könnte bald für Grün zuständig sein: Die BSR könnte künftig die Reinigung besonders beliebter Parks wie dem Mauerpark von den Bezirken übernehmen. Derzeit laufen Verhandlungen mit dem Senat.

Rainer W. During
Die Berliner Stadtreinigung könnte in Zukunft die Reinigung beliebter Parks übernehmen. Foto: Gregor Fischer/dpa
Die Berliner Stadtreinigung könnte in Zukunft die Reinigung beliebter Parks übernehmen.Foto: Gregor Fischer/dpa

Die Berliner Stadtreinigung soll künftig auch die Reinigung von Grünanlagen übernehmen. Darüber wird derzeit im Rahmen der Verhandlungen über einen neuen Unternehmensvertrag mit dem Landesbetrieb gesprochen. Bisher sind dafür die Bezirke verantwortlich. Gedacht wird an besonders stark frequentierte Bereiche „vom Typus Mauerpark“, sagte Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen dem Tagesspiegel.

„Reinigen ist unser Kerngeschäft, wir können uns viel vorstellen in Bezug auf das Saubermachen der Stadt“, sagte BSR-Chefin Tanja Wielgoß. Solche Zusatzaufgaben müssten aber „koordiniert und bezahlt“ werden. Während ein Teil der Winterdienstfahrzeuge auch für den Sommereinsatz in Parkanlagen genutzt werden könne, müsste man zusätzliches Personal einstellen.

Finanziert werden soll der Grünflächen-Einsatz aus den Überschüssen, die von der BSR erwirtschaftet werden. Senator Kollatz-Ahnen könnte sich vorstellen, dass im Rahmen des neuen 15-Jahre-Vertrages entweder der an das Land abzuführende Gewinnanteil verringert wird oder aber der Senat die Parkreinigung genau aus diesen Einnahmen bezahlt. Eine endgültige Klärung soll in den nächsten Wochen erfolgen.

Ob die Mittel für die Naturschutz- und Grünflächenämter der Bezirke dann reduziert werden, ist ebenfalls noch offen. Zwar verringerten sich die Aufgaben der Bezirke, gleichzeitig entstünden aber auch durch die starke touristische Entwicklung Berlins zusätzliche Belastungen.

Einig sind sich Tanja Wielgoß und Matthias Kollatz-Ahnen, dass die BSR trotz des zunehmenden Müllaufkommens durch den Bevölkerungszuwachs und steigende Touristenzahlen nicht unterfinanziert ist. Bei wachsendem Aufkommen lasse sich die Abwicklung auch effizienter gestalten, so der Senator.

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