Berlin : Müllentsorgung: Zwei illegale Deponien in Hohenschönhausen

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Das Loch im Zaun ist gerade noch groß genug, dass man ohne Schwierigkeiten hineinkommt. Berge von Schutt liegen herum, Elektroteile, Styropor, Holzbalken, Gummireifen und sogar ein ausgeschlachteter Trabbi. Das ehemalige LPG-Gelände erfüllt alle Voraussetzungen für den besten Abenteuerspielplatz.

"Das sind die wirklich gefährlichen Orte in Berlin", sagt Claudia Hämmerling, die für Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt. In der Lindenberger Straße im Bezirk Hohenschönhausen hat Hämmerling gleich zwei solcher illegaler Mülldeponien vorgefunden. "Kinder, die ihre Freizeit dort verbringen, können sich verletzen. Giftstoffe können ungehindert in den Boden sickern", warnt sie. In einer stillgelegten Halle, die zu einer der beiden Abfallanlagen gehört, ist sogar Altöl aus umgekippten Kanistern ausgelaufen. Die Umwelt-Kripo leitete gestern die Ermittlungen ein. "Wir müssen zunächst herausfinden, wer diese Abfallanlage betreibt", sagte Hauptkommissarin Karin Otto. Hämmerling hat eine Vermutung: Es gebe in Berlin zwei "Müllpaten", die sich das Geschäft aufteilten, sagt sie.

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