Berlin : Mütter statt Väter

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Mit einer stehenden Ovation empfingen die Gäste einer Gala zugunsten des „Peres Center for Peace“ den israelischen Vizepremier und Friedensnobelpreisträger Shimon Peres im Ballsaal des Adlon. Vor dem Hintergrund der aktuellen Krise in Israel erwarteten unter anderem Botschafter a.D. Bernhard von der Planitz, Gary Smith, Margot Werner, Uschi Glas, Anno August Jagdfeld, Ida Bubis, Friedbert Pflüger, Sabine Christiansen und Maybrit Illner seine Ausführungen mit Spannung. Erfreut zeigte sich Peres über seine Tischdame Christina Rau, da sie den von Johannes Rau eingeschlagenen Weg der engen Verbundenheit mit Israel fortführe. In seiner Rede ging er hauptsächlich darauf ein, wie vor dem Hintergrund der Globalisierung die Weltwirtschaft immer wichtiger werde, während die Regierungen einzelner Länder an Macht und Einfluss verlieren. Zu Einzelheiten der israelischen Regierungskrise äußerte er sich nicht. Auf eine Frage nach Außenministerin Livni sagte er allgemein, dass die Stunde der Frauen geschlagen habe. Die Menschen wollten nicht mehr Väter, weil die für Krieg stehen, sondern Mütter, weil die für Frieden stehen. Auf die Frage, ob sie die Nachfolgerin Olmerts wird, antwortete er: „Das weiß der Wind.“ Auch Angela Merkel lobte er, weil sie im Vergleich zu männlichen Kanzlern gute Arbeit leiste. Zum Image Israels in der Welt sagte er: „Wir werden die Welt nicht ändern, also ändern wir unser Image.“ Immer wieder plädierte er für Optimismus. Beim Ende des Zweiten Weltkriegs habe sich auch niemand vorstellen können, dass nach tausend Jahren der Kriege und des Hasses innerhalb kurzer Zeit ein vereintes Europa entstehen würde. Zu den Gastgebern gehörten die Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch , der Schauspieler Alexander-Klaus Stecher , „Bunte“-Chefin Patricia Riekel und BMW-Direktor Hans-Reiner Schröder . 85 000 Euro kamen zusammen. Bi

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