Berlin : Museen gegen Spät-Öffnung

Hartz-Personal ist trotzdem willkommen

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Verlängert Hartz IV die Öffnungszeiten in den öffentlichrechtlichen Museen, wie es Klaus Wowereit (SPD) vorgeschlagen hat? Vorerst nicht, sagte Stefanie Heinlein, Sprecherin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, gestern. „Wir können Personal gebrauchen, bei uns laufen ABM-Stellen aus. Langzeitarbeitslose könnten uns helfen.“ Aber: „Für den Wachdienst brauchen wir qualifiziertes Personal, das wir mieten.“

Der Regierende Bürgermeister hatte angeregt, Langzeitarbeitslose sollen das Personal verstärken, damit Ausstellungen abends länger geöffnet sein können. Und der Koalitionspartner PDS hatte am Wochenende einen Beschluss verabschiedet, der diese Idee befürwortet.

Grundsätzlich positiv beurteilten die Kulturpolitikerinnen der Oppositionsfraktionen im Abgeordnetenhaus den Vorschlag. Alice Ströver (Grüne) sagte: „Etliche Berliner Museen hätten nicht nur längere Öffnungszeiten, sondern einen besseren Service dringend nötig.“ Monika Grütters (CDU) befand: „Die Idee ist vom Ansatz her gut“. Nur dürften Ein-Euro-Jobs nicht kleine mittelständische Firmen gefährden, „die diese Arbeiten in den Museen ja schon verrichten“. Fast wortgleich äußerte sich Sybille Meister von der FDP. mne

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