• Museum für den Erfinder der Straßenreklame Unternehmer Wall will als Hommage an Ernst Litfaß neue Ausstellung aufbauen

Berlin : Museum für den Erfinder der Straßenreklame Unternehmer Wall will als Hommage an Ernst Litfaß neue Ausstellung aufbauen

Helmut Caspar

Die ersten Litfaßsäulen wurden in Berlin vor 150 Jahren aufgestellt. Jetzt soll Ernst Litfaß (1816–1874), der Erfinder der für die Geschichte der Außenreklame wichtigen gusseisernen Zylinder, mit einem Museum in der Stadt geehrt werden. Hans Wall, Chef der gleichnamigen Aktiengesellschaft, will dieses Museum aufbauen – und erfüllt sich damit einen lang gehegten Traum. Der Betreiber von Wartehäuschen und öffentlichen Toiletten, Anschlagtafeln und natürlich auch von Litfaßsäulen, sieht sich in der Tradition und Nachfolge von Litfaß, was Innovation, Geschäftsgeist sowie soziales und kulturelles Engagement betrifft. Bilder, Bücher, Briefe und andere Dokumente über sein großes Vorbild werden im Berliner Landesarchiv sowie anderen Sammlungen aufbewahrt.

Gezeigt wird die als Hommage an einen bedeutenden Berliner und als Geschenk an die Hauptstadt gedachte Litfaß-Ausstellung in der Firmenzentrale an der Friedrichstraße im Bezirk Mitte, wo schon seit einigen Jahren ständig wechselnde Ausstellungen präsentiert werden. Wenn alles nach Plan läuft, kann die Dokumentation schon 2006 eröffnet werden. Schon vor Jahren hat Hans Wall das ein paar hundert Meter von der Konzernzentrale entfernte Grab von Ernst Litfaß auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof herrichten und restaurieren lassen.

Wichtige Informationen über den Werdegang des Berliner Druckereibesitzers und Mäzens und den ungewöhnlichen Erfolg seiner Säulen überall in der preußischen Haupt- und Residenzstadt, aber auch in anderen Kommunen sind in einem Buch publiziert, das von Steffen Damm und Klaus Siebenhaar unter dem Titel „Ernst Litfaß und sein Erbe – eine Kulturgeschichte der Litfaßsäule“ in diesem Jahr zum 150. Geburtstag der Anschlagsäule im Berliner Verlag Borstelmann & Siebenhaar erschienen ist.

0 Kommentare

Neuester Kommentar