Berlin : Museum für Ostasiatische Kunst: Wiedereröffnung

90 Prozent der einstigen Bestände des Museums für Ostasiatische Kunst befinden sich bis heute in der Eremitage in St. Petersburg. Die nach dem Zweiten Weltkrieg von der sowjetischen Armee als so genannte "Beutekunst" nach Russland verbrachten Kunstwerke durfte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, bei einem Besuch vor einer Woche erstmals in Augenschein nehmen. Die Werke seien in einem "guten konservatorischen Zustand", sagte Lehmann am Freitag anlässlich der Wiedereröffnung des Museums in Berlin-Dahlem nach zweijähriger Sanierung. Lehmann sprach von "intensiven Bemühungen" für eine Rückführung. Die Exponate lagerten teilweise noch in den Kisten und Kästen, in denen sie nach Kriegsende abtransportiert worden waren.

Nach dem Umbau verfügt das Museum über das Doppelte an Ausstellungsfläche. Neben den drei großen Bereichen China, Japan und Korea wird zum ersten Mal auch Kunst aus Vietnam präsentiert. Bereits für "internationales Aufsehen" bei den hochrangigen Dauerleihgaben, sorge die Sammlung des in Berlin geborenen und in Tokio lebenden Kunsthändlers und Mäzen Klaus F. Naumann, betonte Veit. Bei den 150 Exponaten handelt es sich hauptsächlich um japanische Malerei und ostasiatische Lackarbeiten, die in Europa als einmalig gelten. (Ausführlicher Bericht im Kultur-Teil folgt)

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