Museumsinsel : Neue Monbijoubrücke eröffnet

Die neue Monbijoubrücke an der Spitze der Museumsinsel vor dem Bode-Museum ist eröffnet worden. Die Brücke ist damit rechtzeitig zur Wiedereröffnung des Bode-Museums in der kommenden Woche fertig.

Berlin - Das Bauwerk werde "ein angemessenes Entrée auch für das prunkvolle Bode-Museum bilden", sagte Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Die Orginalbrücke sei bis zu ihrer Zerstörung Bestandteil der Museumsinsel und damit Teil "eines städtischen Bühnenbildes" gewesen. Die neue Brücke spreche wiederum "unverkennbar die Sprache des großen Bühnenbildes an der Spree".

Die Brücke sei punktgenau zur Wiedereröffnung des Bode-Museums in der kommenden Woche fertig und biete den Besuchern "die wunderbare Möglichkeit, die Insel der Künste auf einem neuen Weg und mit neuen Sichtbeziehungen in Besitz zu nehmen", sagte der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Peter-Klaus Schuster. In Berlin sei Stadtentwicklung zugleich auch Kulturentwicklung.

Die neue nördliche - Fußgängern und Radfahrern vorbehaltene - Monbijoubrücke überspannt die Spree, die südliche Monbijoubrücke den Kupfergraben. 1776 war dort eine hölzerne Jochbrücke gebaut worden. 1903 wurde an dieser Stelle die Monbijoubrücke errichtet - benannt nach dem angrenzenden Park und dem Schloss Monbijou. Sowohl die südliche als auch die nördliche Brücke waren so konzipiert, dass ihre Scheitelpunkte vor dem Bode-Museum liegen. Ende des Zweiten Weltkrieges sprengten deutsche Truppen die nördliche Brücke. Von 1947 bis zum Beginn des Neubaus 2005 diente eine provisorische stählerne Fußgängerbrücke der Überquerung der Spree.

Die neue Monbijoubrücke gleicht weitestgehend ihrem historischen Vorgänger. Allerdings hat sie keinen Mittelpfeiler, weil die Spree auch für große Schubverbände befahrbar sein soll. Die Brückenseiten sowie die Balustraden sind mit schlesischem Sandstein verkleidet. Die noch vorhandenen Kandelaber wurden wieder aufgestellt oder nach altem Vorbild reproduziert. Die Kosten für die Brücke werden auf rund 3,4 Millionen Euro beziffert. Daran beteiligte sich Berlin mit 400.000 Euro, den Rest trug der Bund. (tso/ddp)

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