Berlin : Museumsinsel: Senat dementiert Baustopp

Der Berliner Museumsinsel droht nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" wegen Geldmangel des Senats ein Baustopp. Im Etat für die Sanierung der Museumsinsel, den sich Berlin und der Bund teilen, fehlten derzeit 55 Millionen Mark, meldet das Blatt in seiner neuesten Ausgabe. Senatssprecher Michael-Andreas Butz wies den Bericht zurück. Berlin werde seinen finanziellen Verpflichtungen "auf Mark und Pfennig" nachkommen, sagte Butz der Nachrichtenagentur dpa am Sonnabend. "Zu behaupten, es drohe ein Baustopp, ist schlichter Unsinn."

Das Magazin hatte berichtet, dass Berlin seinen Anteil derzeit nicht aufbringen könne, da das Land für die Summe Fördermittel der Europäischen Union eingeplant habe. Deren Auszahlung verzögere sich jedoch, da die Arbeit an dem geförderten Bauabschnitt noch gar nicht begonnen habe.

Der Bund wolle für die fehlenden Millionen nicht in die Bresche springen, hieß es weiter. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) seien sich einig, dass Berlin sein Finanzproblem allein lösen müsse. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz befürchte nun erhebliche Verzögerungen oder gar die Einstellung der Bauarbeiten. Der Bund hatte seinen Zuschuss bereits im Jahr 2000 um jährlich 25 Millionen Mark erhöht.

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