Berlin : Musikalisch auf Reise nach Skandinavien gehen

Anlässlich der 25. Orchesterwoche der Deutsch-Skandinavischen Jugend-Philharmonie werden ab heute "Nordische Tage" im Savoy Hotel gefeiert. Eröffnet werden sie von Otto Sander mit einem literarisch-musikalischen Abend unter dem Motto: "Es muss nicht immer Hans Christian ...sein". Dieser erste "Nordische Tag" ist ausverkauft, noch nicht ganz die zwei nächsten (Kartentelefon: 311 03 -0). Am 16. Dezember kann man in der Fasanenstraße 9-10 ab 18 Uhr eine Reise durch die skandinavische Musikkultur unternehmen - "Reiseleiter" Andreas Peer Kähler will dazu mit Hörbeispielen die Entwicklung und die Früchte nordischer Musik jenseits von Grieg und Sibelius näher bringen. Am letzten "Nordischen Tag" am 30. Dezember geben Martin und Cecilia Gelland um 17 Uhr im Savoy Hotel ein Kammerkonzert. Darin führt das Duo durch vier Jahrhunderte nordische Violinmusik. hema

Frankfurt (rtr). Der Reifenkonzern und Autozulieferer Continental rutscht 2001 erstmals seit zehn Jahren wieder in die roten Zahlen. Aufgrund von Überkapazitäten sollen zwei Werke in Europa geschlossen werden. Die Kosten für die geplanten Maßnahmen würden die Bilanz für 2001 zusätzlich belasten, sagte Konzernchef Manfred Wennemer am Donnerstag in Frankfurt. Für die für Juli 2002 vorgesehene Schließung der Reifenproduktion im österreichischen Traiskirchen seien 70 Millionen Euro Rückstellungen für einen Sozialplan gebildet worden. Von dieser Schließung seien zunächst etwa 950 Arbeitsplätze betroffen.

In Kürze folge die Entscheidung über die Schließung eines weiteren Pkw-Reifenwerkes, sagte Wennemer weiter. Welcher Standort das sein werde, stehe noch nicht fest. Angaben aus Konzernkreisen, dass auch das schwedische Werk in Gislaved mit knapp 800 Beschäftigten zur Disposition stehe, wollte Wennemer nicht bestätigen. Die Anpassungen der Kapazität seien aufgrund der konjunkturell bedingten Marktschwierigkeiten nötig. Conti sei mit diesen Maßnahmen für 2002 gerüstet, bereits wieder eine Bilanz auf dem Niveau von 2000 vorzulegen. Die Conti-Aktie stieg nach den Ankündigungen.

Die in der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" genannten Pläne für einen Abbau von insgesamt 4000 Arbeitsplätzen dementierte Wennemer. Diese Zahl sei deutlich zu hoch. Betroffen seien vor allem Standorte außerhalb Deutschlands. Im Inland werde es im kommenden Jahr allerdings bei der von DaimlerChrysler mehrheitlich übernommen Elektronik-Tochter Temic "im geringen Umfang" zu Arbeitsplatzverlusten kommen.

Auch für den Bereich Nordamerika und Mexiko, wo Conti sechs Reifenwerke betreibt, wollte Wennemer Werkschließungen aufgrund der gesunkenen Nachfrage nicht ausschließen. Berichte über eine geplante Schließung im mexikanischen Guadalajara seinen jedoch falsch.

Für 2002 erwarte Conti ein Umsatzplus zwischen drei und sechs Prozent, sagte Wennemer. Das operative Ergebnis (Ebit) soll den Wert von 2000 von 432 Millionen Euro erreichen. Auch der Gewinn wird auf dem Niveau von 2000 bei etwa 205 Millionen Euro erwartet. Die Gesamtsumme 2001 für Restrukturierungen liege mit den jetzt genannten 70 Millionen Euro inzwischen bei insgesamt 170 Millionen Euro.

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