Berlin : Musikalische Krawallmacher: „Stomp“ ist zurück

-

Das britische Seebad Brighton ist ein idyllischer kleiner Ort an der südenglischen Küste. Beschaulich, aufgeräumt und vor allem sehr, sehr ruhig. Gestresste Menschen kommen hierher, um vom Alltag abzuschalten und sich Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Nur Steve McNicholas und Luke Cresswell hat diese Gemächlichkeit zu einer eigenwilligen Idee inspiriert: Sie entwickelten eine energiegeladene Percussion-Show, deren Hauptbestandteile Ölfässer, Besenstile, Basketbälle und Eisenstangen sind. Diese werden von acht Akteuren so lange malträtiert und bearbeitet, bis die einzelnen Klänge zu einem mitreißenden Rhythmus verschmelzen.

„Stomp“ heißt der Name der Show, die McNicholas und Cresswell vor nunmehr 15 Jahren in Brighton entwickelten. Und von dort aus rund um den Globus auf Reise schickten. Morgen kehrt die Produktion erneut nach Berlin zurück, zuletzt war sie hier vor drei Jahren in der Arena in Treptow zu sehen. Im Admiralspalast an der Friedrichstraße wird sie nun wiederaufgeführt. Zur Premiere und anschließenden Feier werden auch die beiden Erfinder erwartet.

Warum „Stomp“ nach all den Jahren immer noch so erfolgreich ist? Weil es die Zuschauer offenbar fasziniert, wie aus jedem noch so kleinen und banalen Gegenstand ein Ton hervorgelockt werden kann, der – richtig eingebettet – etwas Großes, etwas Außergewöhnliches ergibt. Was andere wegwerfen, findet bei McNicholas und Cresswell allemal Verwendung. Recycling für den neuen, überraschenden Beat. Staunen inklusive.

Dass die musikalischen Krawallmacher mit ihrer Show einen wahren Boom auslösen würden, hätten sie selbst wohl am allerwenigsten geahnt. Mittlerweile gibt es ähnliche Produktionen, zum Beispiel aus Japan. Preisgekrönt ist jedoch nur das Original. hey

Mittwoch 20 Uhr, danach bis zum 19. November Dienstag bis Freitag 20 Uhr, Sonnabend 16 und 20 Uhr, Sonntag 15 und 19 Uhr. Karten unter Tel.: 479 974 99

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben