Musikmesse : Popkomm eröffnet

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat die 18. internationale Musikmesse Popkomm in Berlin eröffnet. Der Industrie sagte er seine Unterstützung im Kampf gegen Musikpiraterie zu.

Berlin - "Deutschsprachige Pop- und Rockmusik ist beliebter denn je. Darum ist es mir wichtig, dass die deutsche Musikindustrie sich gegen Konkurrenz aus dem Ausland behaupten kann", sagte Bernd Neumann (CDU). Der Schwerpunkt sollte dabei auf der Nachwuchsförderung liegen. Der CDU-Politiker sagte weiter, er unterstütze die Musikwirtschaft bei der Eindämmung illegaler Internet-Tauschbörsen. "Wir müssen Unrechtsbewusstsein schaffen und konkrete Maßnahmen ergreifen", betonte er.

Die Popkomm-Veranstalter rechnen bis Freitag mit rund 15.000 Fachbesuchern. Auf der Musik- und Entertainmentmesse treffen sich Musiker, Bands, Verlage, Plattenfirmen, Produzenten und Exportbüros. Es präsentieren sich mehr als 800 Aussteller aus 48 Ländern.

2000 Künstler beim Festival

Der Musikkonzern Sony BMG nimmt erstmals an der Messe teil. Universal Music präsentiert sich zum ersten Mal mit einem internationalen Auftritt. Das Programm des Kongresses ist in fünf Themen gegliedert: Pop und Politik, digitales Marketing, Livesektor, Mobile Music und Rolle des Künstlers.

Für Publikum sind Messe und Kongress nicht zugänglich, sondern nur das Festival in den Berliner Clubs. Dort treten rund 2000 Künstler aus 27 Ländern auf. Dazu gehören Juliette & the Licks, Sugarplum Fairy, Joy Denalane, Blumentopf, The Slackers, Billy Talent und Samiam. Es werden rund 65.000 Besucher erwartet. Die Popkomm findet nach ihrem Umzug von Köln nach Berlin bereits zum dritten Mal in der Hauptstadt statt. Diesjähriges Partnerland ist Brasilien. (tso/ddp)

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