Berlin : Nach Brand in Amsterdamer Flughafen: Eigene Zufahrt für Feuerwehr

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Die Feuerwehr hält die Flughäfen Tegel, Tempelhof und Schönefeld auch nach den Erfahrungen mit dem Brand von Amsterdam für sicher. Ein Sprecher wies gestern Angaben der Initiative "Bürger gegen das Luftkreuz auf Stadtflughäfen" zurück, wonach die einzige Zufahrt in Tegel durch den Ausbau des Flughafens für die Feuerwehr meist verstopft sei. Die Feuerwehr hat jedoch eine eigene Zufahrt zum Flughafengelände, die am neuralgischen Tunnel vorbeiführt. Und die Zufahrtsstraße von der Autobahn bis zur Kreuzung mit dem Saatwinkler Damm sei breit genug, um auch bei einem Stau eine Gasse für die Rettungsfahrzeuge zu lassen, sagte der Feuerwehrsprecher weiter.

Insgesamt gebe es sogar vier unabhängige Zufahrtsmöglichkeiten für Rettungsfahrzeuge auf das Flughafengelände, sagte Flughafensprecher Eberhard Elie. Die Bürgerinitiative hatte kritisiert, dass bei der Genehmigung für den Ausbau des Parkhauses P 2 für 20 weitere Abfertigungsschalter zwar die Fluchtwege im Gebäude überprüft worden seien, nicht aber die Zufahrten für die Rettungskräfte. Konzipiert worden sei der Flughafen für knapp sechs Millionen Passagiere im Jahr. Heute passieren mehr als zehn Millionen den Tunnelengpass auf der einzigen Zufahrt für Passagiere und Besucher. Für diese sei die Lage oft misslich, sagte der Feuerwehrsprecher, für die Rettungsfahrzeuge gebe es aber keine ähnlichen Probleme. Dies gelte auch für Tempelhof.

1998 hatte die Stiftung Warentest die Brandsicherheit auf europäischen Flughäfen untersucht. Tegel erhielt - wie Schönefeld - die Note "zufriedenstellend". Am unsichersten war dem Test zu Folge der Flughafen in Lissabon.

Zur Sicherheit gebe es fast wöchentlich Übungen, sagte Elie weiter. Beanstandungen seien selten. Am gravierendsten war bisher die Reaktion der Passagiere bei einem simulierten Notfall. Statt wie gebeten, die Halle schnell zu verlassen, blieben die meisten neugierig stehen, um zu sehen, was passiert war.

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