Berlin : Nach brutalem Familienstreit: Platzverweis für prügelnden Sohn

20-Jähriger wollte mit seiner Mutter vom Balkon springen

Tanja Buntrock

Es war nicht das erste Mal, dass sich Mutter und Sohn lautstark gestritten haben. Doch diesmal wurde der 20-Jährige mit einem Platzverweis bestraft. Zwei Wochen lang darf Stefan G. die Wohnung der Mutter nicht mehr betreten. Zuvor war am Montagabend ein Streit zwischen ihm und seiner 38-jährigen Mutter eskaliert.

Stefan G. hatte seine Mutter in der gemeinsamen Wohnung in der Salzwedeler Straße in Tiergarten angeschrien, geschlagen und getreten, da flüchtete die zierliche Frau aus Angst vor ihrem aggressiven Jungen auf den Balkon. Doch der von der Polizei als „1,75 Meter große und stämmig“ beschriebene Stefan G. lief ihr hinterher und drückte seine Mutter gegen die Balkonbrüstung. „Wir wär’s, wenn wir nun beide springen“, soll er dabei gerufen haben. Die 13-jährige Tochter flüchtete zur Nachbarin und verständigte die Polizei sowie den Lebensgefährten der 38-Jährigen. Die Nachbarin und der Lebensgefährte rissen den betrunkenen und bekifften Sohn – laut Polizei soll er Marihuana geraucht haben – dann auf dem Balkon von seiner Mutter weg. Sie hielten ihn solange fest, bis die Polizeibeamten eintrafen. Neben dem immer noch herumbrüllenden Sohn fanden die Beamten auch eine demolierte Wohnung vor: umgeworfene Möbel und eine von einem Faustschlag eingedellte Tür. Die Tochter hielt sich immer noch bei der Nachbarin versteckt und traute sich vorerst nicht zurück in die Wohnung der Mutter. Doch die Polizisten nahmen Stefan G. vorläufig fest. Er musste die Nacht in der Gefangenensammelstelle verbringen. Danach sprachen die Beamten den Platzverweis aus.

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