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Nach dem Champions-League-Finale : FC Barcelona beschwert sich über Zustände am Flughafen Schönefeld

Bei der Abreise von etwa 5000 Fans des FC Barcelona soll es am Flughafen Schönefeld chaotisch zugegangen sein. Der Club beschwerte sich beim Europäischen Fußballverband Uefa über schlechten Berliner Service. Die Flughafengesellschaft hält dagegen.

Der FC Barcelona beschwert sich über Zustände am Flughafen Schönefeld.
Der FC Barcelona beschwert sich über Zustände am Flughafen Schönefeld.Foto: dpa

Auf die Freude folgte großer Ärger: Nachdem ihre Mannschaft den Champions-League-Titel gewonnen hatte, blieben etwa 5000 Fans des FC Barcelona offenbar noch etwas länger in Berlin – allerdings ohne das geplant zu haben. Nach Darstellung des Vereins hatten sie im Anschluss an das Finale im Olympiastadion bei der Abreise schwere Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen. Der Club beschwerte sich bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) darüber, dass die deutschen Behörden die Vereinbarungen nicht eingehalten hätten.

Demnach gewährten "die Berliner Behörden" den Barça-Fans nicht ein "Minimum an Service". Dem Fußballverein zufolge wurden die Fans in einem außer Betrieb stehenden Terminal abgefertigt, das für den Anlass wieder einsatzbereit gemacht werden sollte.

Auf dem Flughafen Schönefeld hätten zunächst nur vier Busse zur Verfügung gestanden, um die Anhänger zu den Flugzeugen zu bringen, heißt es in der am Sonntag veröffentlichten Beschwerde. Dies habe zu großen Verspätungen geführt. Außerdem habe die zusätzlich eingerichtete Abfertigungshalle nicht die Mindeststandards einer Flughafen-Einrichtung erfüllt – es habe an Sitzgelegenheiten und Wasser gemangelt.

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Der Flughafen widerspricht der Darstellung

Die Flughafengesellschaft widersprach: „Wir haben unsere Arbeit gemacht und weisen die Kritik zurück", sagte Flughafensprecher Ralf Kunkel dem Tagesspiegel. Es sei Auflage der Uefa gewesen, 80 Sondermaschinen zwischen 0:30 Uhr und 6 Uhr raus zu bekommen und das habe der Flughafen erfüllt. Es sei normal, dass bei Großereignissen nicht alles nach Plan laufe. Auch in anderen Großstädten habe es Probleme bei Fußball-Großveranstaltungen gegeben, "aber wir sind hier in Berlin und da bekommt so etwas natürlich viel eher mit", sagte Kunkel.

Sein Kollege Lars Wagner sagte der Nachrichtenagentur dpa: "Die Vorwürfe einer miserablen Organisation weisen wir strikt zurück.“ Mindestens 25 Busse hätten bereit gestanden, um die Fans zu den verschiedenen Flugzeugen zu bringen. „Zu keiner Zeit gab es nur vier Busse dafür. Ich weiß nicht, wer diese Zahl in die Welt gesetzt hat“, sagte der Sprecher.

Wie berichtet, wurde am Flughafen Schönefeld in der Nacht zu Sonntag das Nachtflugverbot aufgehoben, um den Andrang zu bewältigen. Dabei wurden Fans auch in für Messen vorgesehenen Gebäuden beim BER abgefertigt.

Eine weitere Beschwerde kam vom Reisekonzern Halcón Viajes, die Flugzeuge gechartert hatte. Die Firma hielt der Uefa eine „miserable Organisation“ der Heimflüge von Barça-Fans vor. (Tsp/dpa/AFP)


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