• Nach dem heißen Monatsbeginn sinken die Temperaturen etwas, aber es gibt keine Gewitter mehr

Berlin : Nach dem heißen Monatsbeginn sinken die Temperaturen etwas, aber es gibt keine Gewitter mehr

noh/cm

Das waren schon tolle Tage: Mit Sommerwetter endete der April, der launische - insgesamt war der April 3 Grad zu warm. Als "Sommertage" gelten alle, an denen über 25 Grad gemessen werden. Davon gab es nun auch im Mai schon einige, doch langsam pendelt sich das Thermometer auf Normalmaß ein: Viel Sonne, wenig Regen und Temperaturen um 22 Grad sagen die Meteorologen für Berlin und Brandenburg für die nächsten Tagen voraus. Schönes Maiwetter also. Dafür sorgen die beiden Hochs Sebastian und Tom. Erst der Sonntag soll mit 20 Grad wieder etwas kühler werden. Das gute Wetter hat allerdings auch seine Schattenseiten: Allergiker müssen am Wochenende, kaum dass sie die Birkenpollen überstanden haben, mit den ersten Gräserpollen rechnen.

Das erste Maiwochende hatte alle Temperaturrekorde gebrochen, fast 29 Grad wurden in Dahlem gemessen. Ganz so sommerlich wird es dieses Wochenende zwar nicht, dafür bleiben aber auch Wärmegewitter aus, meldet der private Wetterdienst Meteofax.

Wasserfreunde aber kommen die nächsten Tage trotzdem auf ihre Kosten: Die Temperaturen der großen Berliner Badeseen bewegen sich bis Freitag auf die 20-Grad-Marke zu. Gestern lagen sie noch bei 17 Grad. Vorsicht aber beim Sonnenbaden: Die kräftige Frühlingssonne kann der im Winter sonnenentwöhnten Haut schaden.

"Hellhäutige Mitteleuropäer sollten sich bei klarem Himmel nicht länger als 30 Minuten ungeschützt den Sonnenstrahlen aussetzen", sagt Petra Grasse vom Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin. Sonst droht der erste Sonnenbrand - und der ist immer heftig.

Allergiker müssen sich die nächste Tage auf Gräserpollen einstellen: "Die Belastung ist sicher schon am Wochenende da", sagt Brigitte Zimmer vom Botanischen Garten. Durch das außergewöhnlich warme Wetter seien die Gräser rund zwei Wochen zu früh dran. Birkenpollen sind dagegen kein Thema mehr. "Heute wurden in Steglitz nur noch 15 Birkenpollen pro Kubikmeter Luft gemessen", sagt Petra Grasse. Am 29. April waren es noch 160 Pollen pro Kubikmeter.

Brigitte Zimmer empfiehlt badefreudigen Allergikern einen Sprung ins Wasser - am besten in einen See, um den Bäume stehen, weit weg von den blühenden Gräsern. Wer das nicht will, dem bleibt nur: leiden oder Pillen schlucken. Und ein wenig Geduld. So wie der Wind die letzten Birkenpollen verweht, so wird er bald auch die Gräserpollen weggepustet haben.

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