Berlin : Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

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Das Spiel ist aus, die WM 2002 Geschichte. Noch 1439 Tage, dann ist wieder Anstoß für eine Fußball-Weltmeisterschaft – dann in Deutschland, in München. Süd-Korea und Japan haben sich weltweit Anerkennung erworben mit der Organisation des Turniers, auch Franz Beckenbauer war voll des Lobes: für die Gastfreundschaft, die Stadien und die Begeisterungsfähigkeit der Fans. Otto Schily machte den Gastgebern Komplimente für die Arbeit der Sicherheitskräfte. Der Innenminister überlegt schon jetzt Präventiv-Maßnahmen für die WM 2006. Franz Beckenbauer zeigte in Yokohama nach dem Abschluss des Finalspiels ein Video zum Stand der Planung. Wie sieht es derzeit in Deutschland mit den Vorbereitungen aus?

Und was macht Berlin? Im Olympiastadion wird kräftig gearbeitet, ob allerdings tatsächlich, wie bislang geplant, das Endspiel der WM 2006 hier stattfinden wird, ist noch nicht abschließend entschieden. Denn der Fußball-Kaiser ist sauer auf Berlin. Weil die Stadt in seinen Augen eine der schlechtesten Bewerbungen um das Pressezentrum der WM abgegeben hatte. Wenn es nach Beckenbauer geht, dem Chef des Organisationsstabes, und nach dem Weltfußballverband Fifa, wird das Internationale Medienzentrum in München entstehen. Das aber würde die Chancen Berlins auf das Endspiel keinesfalls erhöhen.

Eines ist indes sicher: Franz Beckenbauer hat versprochen, dass die Preise für die Eintrittskarten preiswerter ausfallen werden, und zum Teil deutlich unter denen der WM 2002 liegen werden. Von den erwarteten 3,2 Millionen Fans wird voraussichtlich eine Million aus dem Ausland kommen. Damit die Massen in der Stadt gut ankommen und zum Stadion kommen (auch wenn es sich dabei nicht um das Endspiel handelt), muss noch der Lehrter Bahnhof fertig werden. Bahnchef Hartmut Mehdorn gibt deshalb Gas. Pünktlich zur WM soll der Bahnhof fertig sein.

Unabhängig davon, ob das Endspiel in Berlin stattfindet oder nicht, sind die ersten Hotelzimmer für die Zeit schon seit langem gebucht. Matthias Oloew

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