• Nach der Amokfahrt: Eingeflogen und eingebrochen: Im Kreml, im Weißem Haus, im Buckingham Palace, in Bellevue

Berlin : Nach der Amokfahrt: Eingeflogen und eingebrochen: Im Kreml, im Weißem Haus, im Buckingham Palace, in Bellevue

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Sie landen mit dem Privatflugzeug auf dem Roten Platz oder im Garten des Weißen Hauses, sie wollen im Buckingham Palace zur Queen auf die Bettkante. Immer wieder zieht es verwirrte Einzeltäter an prominente Orte. Für sie endet die Aktion bestenfalls im Krankenhaus. Die Sicherheitsbehörden reagieren mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen. Als Mathias Rust 1987 mit seiner Cessna in Moskau auf dem Roten Platz landete, sah es zuerst wie ein Besuch im Perestroika-Land aus. Rust sagte, er habe mit Michail Gorbatschow über Frieden und Abrüstung sprechen wollen. Die Sowjets steckten Rust über ein Jahr ins Gefängnis, bevor sie ihn abschoben. Sofort abgesetzt wurden der Verteidigungsminister und der Luftabwehrchef.

Ein spektakulärer Zwischenfall erschütterte 1994 die Verantwortlichen für die Raketenabwehr rund um das Weiße Haus. Diesmal stürzte ein Cessna-Kleinflugzeug auf dem Südrasen des Washingtoner Präsidentensitzes ab. Der Pilot war sofort tot. US-Präsident Bill Clinton und seine Familie waren nicht gefährdet, weil sie wegen Renonierungsarbeiten am Weißen Haus woanders übernachteten.

In Berlin traf es vor dem neuen Fall zuletzt das Schloss Bellevue: Ein offenbar geistig verwirrter Mann durchbrach 1996 das Eingangstor zum Sitz des Bundespräsidenten. Die Anlage wurde daraufhin neu konzipiert.

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