Nach der BVV-Konstituierung : Mitte ordnet sich neu

Die Grünen feiern die Wahl ihres neuen Bürgermeisters und einer Stadträtin. Ex-Rathauschef Hanke (SPD) muss nach 15 Jahren das Bezirksamt verlassen.

Lisa McMinn
Meldet sich zurück. Ephraim Gothe (SPD) ist wieder Baustadtrat von Mitte.
Meldet sich zurück. Ephraim Gothe (SPD) ist wieder Baustadtrat von Mitte.Foto: dpa

Zwei wichtige Posten können die Grünen in Mitte besetzen: Neuer Bezirksbürgermeister ist Stephan von Dassel. Bisher leitete er das Ressort Soziales. Sabine Weißler bleibt Stadträtin für Kultur, Bildung und Umweltschutz. Ex-Staatssekretär Ephraim Gothe (SPD) kehrt als Baustadtrat zurück, diesen Posten bekleidete er schon von 2006 bis 2011. Er leitet ein Super-Ressort, denn neben Bauangelegenheiten darf er sich auch um Soziales und Gesundheit kümmern. Carsten Spallek von der CDU, bisher Baustadtrat, managt jetzt neben Schule und Sport noch den Bereich Facility, als die Instandhaltung der Bezirks-Immobilien.

Der Kandidat der Linken zog seine Bewerbung zurück

Am Freitag stellten sich die vier bereits gewählten Bezirksamtsmitglieder im Rathaus Tiergarten vor. Der Stadtratskandidat der Linken, Sven Diedrich, für Jugendamt und Bürgerdienste vorgesehen, hatte seine Bewerbung überraschend zurückgezogen. Wer ihn ersetzt, wird wohl erst in drei Wochen entschieden. „Parteizugehörigkeit soll in den nächsten viereinhalb Jahren niemanden interessieren“, sagte Bürgermeister von Dassel und versprach konstruktive Zusammenarbeit. Der 49-Jährige ist Vater einer Tochter und hat eine Gemeinsamkeit mit vielen Mitte-Bewohnern: er wuchs in Schwaben auf.

"Der Ausbau der Radwege ist wichtig"

Sabine Weißler ist jetzt auch für das Straßen- und Grünflächenamt zuständig, das bislang von Spallek betreut wurde. Das freut sie, denn der Ausbau der Fahrradwege ist der 58-Jährigen wichtig: „Wir wollen dort ansetzen, wo es besonders gefährliche Stellen gibt.“ Der bisherige Bürgermeister Christian Hanke (SPD) schied aus dem Bezirksamt aus. Warum er den einzigen Posten der SPD nicht erhielt, wollte niemand kommentieren.

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