Berlin : Nach der Eröffnung wird erst einmal geschlossen

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Mit großen Erwartungen blickt die Kulturwelt auf die Wiedereröffnung der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel. In den seit 1998 generalinstandgesetzten Räumen des Kunst-Tempels mit den Sammlungen von Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts beginnt heute mit einer Pressekonferenz der Countdown für den Eröffnungsmarathon. Danach steht das Haus zunächst zahlreichen Fernsehteams zur Verfügung: Alle sind neugierig zu erfahren, wofür die Gesamtkosten von 133,5 Millionen Mark verwendet wurden.

Am Sonntag um elf beginnt die feierliche Eröffnungszeremonie - wie man hört, ohne Bundeskanzler Gerhard Schröder. Für den terminlich Verhinderten spricht Kulturstaatsminister Nida-Rümelin, außerdem der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, Hausherr Peter-Klaus Schuster und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit. Am Nachmittag der Eröffnung zweiter Akt: Es kommen weitere geladene Gäste zu den goldgerahmten Bildern. Am Abend beschließt ein Festvortrag des Kunsthistorikers Werner Hofmann das Eröffnungsprogramm. Und das normale Publikum? Darf erst am Dienstag ab zehn Uhr das Haus betreten. "Wir benötigen den Montag zum Luftholen, Aufräumen und Saubermachen", heißt es. Zum Trost hat man sich etwas Schönes einfallen lassen: Den ganzen Dezember über ist der Eintritt in den verjüngten Tempel kostenlos.

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