Nach der Flucht in Brandenburg : Tod an der Autobahn: Das Känguru lebt nicht mehr

Sechs Wochen hielt ein Känguru Brandenburg in Atem. Das Weibchen verschreckte Autofahrer und entfloh mehrfach Polizeibeamten. Der Hobbyhalter schöpfte sogar Hoffnung, es wieder einfangen zu können. Am Ende fand er sein Tier tot auf.

Henry Klix
Das Känguru aus Brandenburg ist tot.
Das Känguru aus Brandenburg ist tot.Foto: Manfred Thomas

Es ist das Ende einer sechswöchigen Flucht: Das Känguru, das im November aus einem Privatgehege in Derwitz bei Werder (Havel) entwischte, ist tot. Das wurde dem Tagesspiegel am Donnerstagmorgen von den Haltern, die namentlich nicht genannt werden wollen, bestätigt. Sie haben das Tier bereits am Mittwochmorgen auf einem Firmengrundstück in der Nähe der Groß-Kreutzer Autobahnabfahrt tot aufgefunden. Auf demselben Grundstück war das Beuteltier am vergangenen Sonntag überraschend von der Polizei gesichtet worden. Versuche, es dort einzufangen, waren jedoch gescheitert. Es hoppelte davon. 

Die Halter haben eine Futterspur am vermuteten Unterschlupf gelegt

Die Hobbyhalter hatten am Dienstagabend versuchsweise eine Futterspur zu dem Groß-Kreutzer Grundstück gelegt - in der Hoffnung, dass das Känguruweibchen dorthin zurückkehrt. Tierschützer vermuteten bereits, dass es in der Nähe einen Unterschlupf gefunden hatte. Wenige Stunden später war das Bennett-Känguru dann tatsächlich auf dem Grundstück. Die Halter sicherten das Areal mit zusätzlichen Zäunen und wollten es am nächsten Mittwochmorgen einfangen, fanden es dann aber nur noch tot vor. 

Die Flucht: Ende November sprang das Tier über einen Elektrozaun 

Am Donnerstagmorgen unterrichteten sie das Werderaner Ordnungsamt von dem Fund. Wie die Polizei hatten auch die Ordnungsamtsmitarbeiter von Werder (Havel) bei ihren Streifen Ausschau nach dem Tier gehalten. Das Känguru-Weibchen hatte am Ende November einen Elektrozaun und eine Hecke überwunden, um seinen Haltern zu entkommen.

Kurz darauf hatte es am 24. November an der Groß-Kreutzer Autobahnauffahrt für erhebliches Aufsehen gesorgt: Zunächst hatten mehrere Autofahrer versucht, das Tier einzufangen. Schließlich kamen Feuerwehrleute sowie Helfer von Tierrettung und das Ordnungsamt dazu. Das Tier war bereits in einem Kescher eingefangen, boxte sich aber wieder frei. 

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