• Nach der Schießerei: Radler wird aus dem Koma geholt Beiden Opfern des Kreuzberger Amokschützen geht es jetzt besser

Berlin : Nach der Schießerei: Radler wird aus dem Koma geholt Beiden Opfern des Kreuzberger Amokschützen geht es jetzt besser

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Nach dem Amoklauf eines 38Jährigen in Kreuzberg vor knapp zwei Wochen geht es nun beiden verletzten Männern besser. Nachdem der angeschossene Polizist, wie berichtet, außer Lebensgefahr ist, sind nun die Ärzte auch mit dem Zustand des 31-jährigen Radfahrers, der den Amokschützen bremsen wollte, „nicht unzufrieden“, wie es der behandelnde Arzt Peter Kuhly vom Unfallkrankenhaus Marzahn ausdrückt. Der junge Mann sei aber noch nicht außer Lebensgefahr.

Der Radler Markus M. hatte drei Schusswunden erlitten, eine jeweils an Schulter und Brust. Die dritte Kugel drang ins Gehirn und zerstörte das linke Auge. Den Medizinern gelang es, eine lebensgefährliche Schwellung des Hirns abzuwenden. Jetzt werden schrittweise die Medikamente reduziert, die Markus M. im künstlichen Koma halten. Am kommenden Dienstag könne der Patient erwachen – wenn alles gut geht. Dann erst seien möglicherweise zurückbleibende Behinderungen abzuschätzen. Denn die Kugel hat große Teile des Gehirns beschädigt.

Der Polizeibeamte, der von dem Amokschützen schwer verwundet wurde, ist außer Lebensgefahr. Er wird aber im Kreuzberger Urban-Krankenhaus immer noch im künstlichen Koma gehalten. Frühestens Ende der kommenden Woche werde man ihn aufwecken, heißt es. Der 43-Jährige hatte einen Bauchschuss abbekommen, der die Leber, den Magen und den Dickdarm verletzte.

Bei dem Amoklauf am 30. Juni tötete der 38-jährige Täter zunächst seine Ex-Freundin, verletzte den Radfahrer und den Polizisten und erschoss sich später selbst. Er habe die Trennung von der Frau nicht verkraftet, heißt es bei den Ermittlern. I.B.

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