• Nach Einbruch im Bodemuseum: S-Bahn-Ausfall wegen Ermittlungen zu Goldmünzen-Diebstahl

Nach Einbruch im Bodemuseum : S-Bahn-Ausfall wegen Ermittlungen zu Goldmünzen-Diebstahl

Für die Suche nach "Big Maple Leaf" wurde der S-Bahn-Verkehr kurzzeitig unterbrochen.

Goldstück. Die Münze «Big Maple Leaf» war seit 2010 in Berlin und wurde kürzlich gestohlen.
Goldstück. Die Münze «Big Maple Leaf» war seit 2010 in Berlin und wurde kürzlich gestohlen.Foto: dpa

Gut vier Wochen nach dem spektakulären Raub einer 100-Kilo-Goldmünze aus dem Bodemuseum in Mitte ermittelt die Polizei am Mittwochmittag an der S-Bahn zwischen Hackeschen Markt und Friedrichstraße. Darum wurde die Verbindung auf diesem Abschnitt ab 13.15 Uhr unterbrochen, bis circa 13.45 Uhr sollten die Ermittlungsarbeiten vor Ort abgeschlossen sein. Nach Angaben der Polizei waren Beamte der Bundespolizei mit Hunden im Einsatz.

Die unbekannten Täter sind weiter auf der Flucht. Bis Montag seien 53 Hinweise zu dem Fall eingegangen. Die Informationen würden vom Landeskriminalamt sorgfältig geprüft, hieß es.

3,8 Millionen Euro in der Schubkarre abtransportiert

In der Nacht zum 27. März war in das Bodemuseum auf der Museumsinsel eingebrochen worden. Die Diebe benutzten eine Leiter und stiegen durch ein Fenster nahe den S-Bahn-Gleisen ein. Im Museum stahlen sie die kanadische 100-Kilo-Goldmünze „Big Maple Leaf“, die einen geschätzten Materialwert von 3,8 Millionen Euro hat. Mit einer Schubkarre transportierten sie die Münze ab. Das Museum zeigte sich schockiert darüber, dass die Einbrecher das Sicherheitssystem des Hauses überwunden hatten.

Zersägen die Diebe das Goldstück?

Die Polizei hat Fotos von den sichergestellten Tatwerkzeugen veröffentlicht. Die Einbrecher hatten das Griffstück einer Axt, die dreiteilige Leiter, die Schubkarre mit weißem Rad, ein Brett mit Rollen zum Transport und einen Türkeil zurückgelassen.
Es wird befürchtet, dass die Diebe das Goldstück zersägen, um die kleineren Stücke einzuschmelzen und zu verkaufen. Die Ermittler hoffen auch auf Hinweise von Händlern, denen womöglich größere Goldmengen zum Verkauf angeboten werden. (mit dpa)

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