Nach Einsatz in Wedding : Staatsanwalt prüft Schüsse von Polizisten

Der Einsatz der Polizei gegen einen bewaffneten Mann in Wedding war massiv - nun prüft die Staatsanwaltschaft, ob er rechtmäßig war. Der Mann, der im Krankenhaus notoperiert wurde, ist inzwischen außer Lebensgefahr.

Jörn Hasselmann
Patronenhülse aus einer Dienstwaffe - wenn Polizisten schießen, ermittelt die Mordkommission.
Patronenhülse aus einer Dienstwaffe - wenn Polizisten schießen, ermittelt die Mordkommission.Foto: dpa

Mehrere scharfe Schüsse, Pfefferspray, Schlagstock und Einsatz eines Hundes – die Polizei ging am Sonnabendnachmittag massiv gegen einen bewaffneten Mann in Wedding vor. Nach einer Notoperation ist der Mann außer Lebensgefahr. Wie berichtet, wurde um 14.20 Uhr die Polizei alarmiert, weil ein Unbekannter mit Axt und zwei Messern durch die Antwerpener Straße lief. Als die Beamten eintrafen, wurden sie von dem 50-Jährigen bedroht.

„Die beiden Polizisten versuchten durch den Einsatz der Schusswaffen den Angreifenden zu stoppen und zur Aufgabe zu bringen“, teilte das Präsidium am Sonntag mit. Der Beamte und seine Kollegin sollen dann zeitgleich mehrmals gefeuert haben. Auch nach mehreren Treffern in Bein und Oberkörper habe der Mann ein Messer fest umklammert gehalten. Erst weitere Beamte mit einem Polizeihund konnten ihn entwaffnen. Selbst im Krankenhaus soll er Widerstand geleistet haben.

Am Montag soll das Ergebnis eines Alkohol- und Drogentests vorliegen. Die Staatsanwaltschaft prüft die Rechtmäßigkeit des Einsatzes, zudem ermittelt wie immer nach Schusswaffeneinsatz die Mordkommission.

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