Berlin : Nach Explosion in Imbiss: Kanister mit Benzin gefunden

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Bei ihren Ermittlungen zu der Explosion von "Epis Imbiss-Bistro" Am Treptower Park ist die Polizei bisher nicht weitergekommen. Der palästinensische Inhaber wurde bei der Explosion und dem anschließenden Brand so schwer verletzt, dass er bisher nicht vernommen werden konnte. Für die Polizei war bei der Explosion bisher kein politischer Hintergrund erkennbar. Daher ermittelt eine Brandinspektion des Landeskriminalamtes und nicht der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz.

Die Explosion hatte die Anwohner am Sonnabend kurz nach Mitternacht aus dem Schlaf gerissen. Ein Anwohner benachrichtigte Polizei und Feuerwehr. Den Imbissbetreiber fanden die Helfer auf der Rückseite des Hauses mit "Brandverletzungen an Armen und Beinen in einem verwirrten Zustand", vermerkt das Polizeiprotokoll. Er war mit einer Handschelle im Hof an ein Gitter gefesselt.

In den Trümmern des Imbisses fand die Polizei bei der Begutachtung des Tatortes drei Plastikkanister. Diese standen im hinteren Bereich unter einem Billardtisch und waren teils sogar noch - vermutlich mit Benzin - gefüllt. Wer den Brandbeschleuniger angezündet hat und auf welche Weise das geschah, das müssen die Untersuchungen der Polizeitechniker allerdings erst noch ergeben.

Nachbarn sagten aus, der 25-Jährige habe angeblich in der Vergangenheit Drohungen erhalten. Von wem sie stammten, weiß aber niemand. Dennoch ermittelt die Polizei in alle Richtungen und schließt auch nicht aus, dass es sich bei der Explosion in der Gaststätte gar nicht um einen Anschlag gehandelt hat.

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