Berlin : Nach langem Kampf ist das Centre Bagatelle gerettet

Rainer W. During

Aufatmen beim Trägerverein des Centre Bagatelle in Frohnau. Nachdem am Dienstag der Kaufvertrag mit dem Liegenschaftsfonds unterzeichnet wurde, ist die Zitterpartie um den Fortbestand des Kulturhauses beendet. Nach dem langen Kampf um das Haus kann nun an Konzepten und weiteren Angeboten gearbeitet werden.

Im Herbst 2005 hatten die sechs das Haus nutzenden Vereine die Initiative Centre Bagatelle gegründet, um den drohenden Verkauf der alten Villa an Investoren zu verhindern. Binnen eines Jahres wuchs die Gruppe auf mehr als 500 Personen an, die sich in einer beispielhaften Bürgeraktion für den Fortbestand des Kulturhauses engagierten. Sie schafften es, in Form von Spenden und Darlehen knapp 270 000 Euro aufzubringen. Sie stellen den Eigenanteil für den Kaufpreis von rund 935 000 Euro dar, dessen Rest über Banken finanziert wurde. Außerdem bleibt noch Geld für die ersten Instandsetzungsarbeiten übrig.

Großen Wert legen die Betreiber auf die Fortsetzung der deutsch-französischen Freundschaft. Das Institut Francais bietet Sprachkurse an und ein ehemaliger Chefkoch der französischen Botschaft gibt Kochkurse. Fortgesetzt werden die beliebten Tanzkurse und die Filmabende. Dazu kommen Ausstellungen, Vorträge, Theater- und Konzertabende. „Geplant sind zusätzliche Angebote für Kinder, damit das Haus für alle Generationen da ist“, sagt die stellvertretende Vereinsvorsitzende Julia Haußner. Einen wesentlichen Beitrag zum Unterhalt des Gebäudes soll die in den ersten Stock einziehende Kindertagesstätte „Senfkorn“ leisten. Der Verein prüft auch verschiedene Anfragen von Anbietern für Yoga- und Gymnastiklehrgänge. Außerdem sollen die Räumlichkeiten für Feiern, Firmenjubiläen und Fortbildungsveranstaltungen vermietet werden.

Weitere Informationen und Programm unter www.initiative-centre-bagatelle.de

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