Nach Liebig 14 : Symbolische Besetzung

04.02.2011 22:21 UhrVon Hannes Heine
  • Die "Liebig 14" - Am 2. Februar 2011 wurde das links-alternative Wohnprojekt in Berlin-Friedrichshain geräumt. Wir haben die Geschichte dieser wahrlich bewegten Tage... - Foto: dpa
  • Blumen, Kerzen und Kreuze liegen am Eingang des geräumten Hauses und zeugen von einem ehemaligen Widerstand. Bei den Krawallen im vergangenen Jahr wurden 61 leicht verletzt, 82... - Foto: dpa
  • "10 neue Projekte werden an dieser Stelle entstehen", heißt es auf einem Banner, der sich quer über das Haus legt. Damit hatten die Besetzer im letzten Jahr nicht Unrecht, denn... - Foto: dpa

Aus Protest gegen die Räumung des linken Wohnprojekts in der Liebigstraße 14 ist am Freitag symbolisch ein Haus in Friedrichshain besetzt worden. Ein Engländer sitzt weiter hinter Gittern.

Aus Protest gegen die Räumung des linken Wohnprojekts in der Liebigstraße 14 ist am Freitag symbolisch ein Haus in Friedrichshain besetzt worden. Ein Dutzend Linker hatte aus einem leeren Gebäude in der Holteistraße 18 Transparente gehängt. Nach rund einer Stunde hatten die Linken das Haus wieder verlassen, auf der Straße davor erhielten 20 Aktivisten von Polizisten Platzverweise. In der Nacht zu Freitag blieb es weitestgehend ruhig: Die Glastür der Bundesagentur für Arbeit in Wedding wurde beschädigt, an die Fassade waren Solidaritätsparolen für die Liebigstraße 14 gesprüht.

Nach den Ausschreitungen anlässlich der Räumung des linken Wohnprojektes in Friedrichshain am Mittwoch haben neun Verdächtige Haftbefehle erhalten.

Bis auf einen Fall seien sie gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag mit. In Untersuchungshaft bleibt nur ein britischer Staatsbürger, der hierzulande keinen festen Wohnsitz hat. Die anderen Verdächtigen stammen aus Berlin. Zuvor war in 14 Fällen Haftbefehl wegen schweren Landfriedensbruchs beantragt worden.

Die Polizei hatte am Mittwochmorgen das weit über die autonome Szene hinaus bekannte Wohnprojekt in der Liebigstraße mit fast 2500 Beamten samt schwerem Gerät geräumt. Die Bewohner des Hauses hatten sich vor der Vollstreckung des Räumungstitels im Haus verschanzt. Nachdem Spezialkräfte nach vier Stunden in das Haus eindrangen und neun Ex-Bewohner rausführten, kam es zu Ausschreitungen. Auch in Hamburg, Göttingen und Rostock kam es bei Solidaritätskundgebungen zu Ausschreitungen. Nachdem das Haus 1990 besetzt worden war, handelten Bewohner Mietverträge aus, die von neuen Eigentümern später gekündigt wurden.hah

    Ein Service von
    Angebote und Prospekte von kaufDA.de
Videos - Berlin
Service

Umfrage

Berlins Badesaison ist eröffnet: Welcher ist Ihr liebster Badesee?

Der Stadtleben-Blog

In Berlin kommt man nicht zur Ruhe. Zum Glück. Hier bloggen vier Tagesspiegel-Autoren über Kultur, Szene und Nachtleben der Stadt.
Berichte aus einer lauten Stadt

Das Berliner Programm

Nachrichten aus den Bezirken

Umfrage

Airlines fordern eine Lockerung des Nachtflugverbots in Tegel. Ihre Meinung dazu:

Weitere Themen

Willkommen im Tagesspiegel

In unserem Verlagsgebäude finden Lesungen und Salons, Konzerte, Vorträge und Seminare für Leserinnen und Leser statt, zu denen wir Sie herzlich einladen.

Biowetter, Deutschlandwetter und internationales Wetter, Niederschlagsmengen, Reisewetter und aktuelle Satellitenbilder. Behalten Sie das Wetter im Griff!

Tagesspiegel Wetterseite

Tagesspiegel-Spendenaktion

Erleben sie mit tagesspiegel.de die ganz besonderen Veranstaltungen in Berlin und Umgebung. Hier können Sie sich Ihre Tickets zum Aktionspreis sichern.

Weitere Tickets...