Nach Massaker in Aurora : Taschenkontrollen zum "Batman"-Start in Berlin

27.07.2012 00:00 Uhr
In einigen Berliner Kinos gab es Taschenkontrollen zum Start des neuen "Batman"-Films. Foto: dpa
In einigen Berliner Kinos gab es Taschenkontrollen zum Start des neuen "Batman"-Films. - Foto: dpa

Mit leicht erhöhten Sicherheitsvorkehrungen ist am Donnerstag der neue Batman-Film „The Dark Knight Rises“ tagsüber in den Berliner Kinos gestartet. Das Publikum hatte kaum Bedenken.

In großen Ketten wie UCI, Cinestar und Cinemaxx werden bei "Batman"-Vorführungen stichprobenartig Taschen kontrolliert. Extra früh da sein müsse man aber nicht, heißt es. Vor einer Woche hatte ein Amokläufer in Colorado bei einer Batman-Premiere zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt.

Die Cubix-Kinos am Alexanderplatz zeigen den neuen Batman in fünf Sälen. Nach Angaben des Betreibers Cinestar wurde das Personal zu erhöhter Wachsamkeit angewiesen.

Ähnlich handhabt es die Kette UCI, die in Berlin an vier Standorten Kinos betreibt. „Speziell zur Mitternachtspremiere in der Nacht zu Mittwoch hatten einige Besucher ein mulmiges Gefühl und waren froh, dass wir etwas genauer hingeschaut haben“, sagte UCI-Sprecher Thomas Schülke. Jetzt gebe es keinen Grund mehr, an den erhöhten Sicherheitsmaßnahmen festzuhalten.

Fotostrecke: Das Kino-Massaker in Aurora

Bei Cinemaxx, wo der Film ebenfalls in fünf Sälen gezeigt wird, schaute anfangs Sicherheitspersonal in Taschen. Was passiert, wenn dabei auch Proviant gefunden wird, den der Kinobesucher einschmuggeln will, wollte niemand genau sagen.

Die Besucher wirkten am Donnerstag meist entspannt. Viele kauften sich mittags am Potsdamer Platz schon Karten für den Abend; einige gingen auch direkt in die 13-Uhr-Vorstellung in dem angenehm kühlen Kino. Die fünf Abendvorstellungen waren schon nachmittags gut verkauft, es gab aber abends noch Restkarten. Sicherheitschecks wurden nicht mehr durchgeführt. Und das Publikum hatte kaum Bedenken. „Bei uns sind Waffen verboten“, beruhigten sich etliche. „Außerdem gibt es solche Verrückten nur in Amerika.“ Andere Besucher argumentierten eher mit dem allgegenwärtigen Lebensrisiko: „Wir fahren ja auch U-Bahn.“

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