• Nach Mord auf dem Friedhof fehlt Ermittlern jede Spur 48-jährige Bezirksamts-Angestellte beim Fotografieren erstochen

Berlin : Nach Mord auf dem Friedhof fehlt Ermittlern jede Spur 48-jährige Bezirksamts-Angestellte beim Fotografieren erstochen

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Die Polizei rätselt über den Mord an der Hobbyfotografin und leidenschaftlichen Motorradfahrerin Dagmar Piechowski. Die 48-jährige Bezirksamts-Angestellte war, wie berichtet, auf dem Friedhof an der Lilienthalstraße in Kreuzberg ermordet worden. Der Täter stach auf die Frau, die dort Fotos machen wollte, mehrfach ein und flüchtete dann. Die Tatwaffe nahm er vermutlich mit. Das Messer sei trotz intensiver Suche bisher nicht gefunden worden, sagte ein Ermittler. Auch gestern suchten Polizeibeamte den Friedhof und dessen Umgebung weiter nach der Mordwaffe ab.

Die Mordkommission geht davon aus, dass das Opfer am Sonntagmittag allein mit seinem Motorrad zum Friedhof fuhr, um dort Fotos zu machen. Die Maschine – eine Moto Guzzi – parkte die Frau vor dem Friedhofseingang und legte den Helm darauf, ohne ihn anzuschließen. Für die Polizei ist dies ein Hinweis, dass sie sich nicht lange auf dem Friedhof aufhalten wollte. Offenbar überraschte sie ihr Mörder dann auf einem der Friedhofswege, während sie fotografierte. Friedhofsbesucher und Spaziergänger in der angrenzenden Hasenheide hörten gegen 13.45 Uhr laute Hilferufe der Frau, kamen aber zu spät.

Der Täter hatte sie mehrere Male in den Oberkörper gestochen und sie dabei tödlich verletzt. Alle Versuche eines Notarztes, die Frau wiederzubeleben, waren vergeblich. Einzelheiten zum Tathergang nannte die Polizei am Montag aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Den Ermittlern fehlt bisher jegliches Tatmotiv. Es gibt weder Hinweise auf ein sexuelles Motiv für die Tat noch auf einen Raubmord. Entwendet worden sei nichts, sagte ein Beamter. Selbst der Fotoapparat sei noch gefunden worden. Die Polizei sucht allerdings noch Zeugen, die etwas zu den Lebensgewohnheiten von Dagmar Piechowski sagen können. Sie war Einzelgängerin, lebte allein, hatte keine Kinder und nur wenig Kontakt zu ihrer Familie.

Zeugen, die zur Tatzeit auf dem Friedhof oder in dessen Umgebung Ungewöhnliches beoachtet haben, was eventuell mit dem Mord zusammenhängen könnte oder die Dagmar Piechowski am Sonntag gesehen haben, werden gebeten, sich mit der ermittelnden 7. Mordkommission unter der Telefonnummer 699 32 71 75 in Verbindung zu setzen.weso

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