Nach Winnenden : Mehr Schutz für Schulen gefordert

Lehrer- und Polizeigewerkschaften fordern mehr Sozialarbeiter und Kontrollen an den Schulen. Berlin ist bereits auf einen guten Weg. Doch bisher schützt nur Neukölln die Gebäude mit Wachleuten.

BerlinBerufsverbände und Gewerkschaften haben nach dem Amoklauf von Winnenden mehr Personal und besseren Schutz für Schulen gefordert. „Jede Schule bundesweit sollte endlich einen Sozialpädagogen bekommen“, sagte Ulrich Thöne, Chef der Bildungsgewerkschaft GEW. Berlin ist schon ein Stück weiter: Haupt- und Gesamtschulen sind bereits versorgt, die anderen Schulformen sollen laut Koalitionsbeschluss nach und nach mit Sozialpädagogen ausgestattet werden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte am Mittwoch einen deutlich besseren Schutz von Schulgebäuden. Umbauten müssten die Voraussetzungen dafür schaffen, dass nicht jeder eine Schule betreten könne, sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg. Technische Einlasskontrollen wie Chipkarten könnten unerwünschte Besucher abhalten.

Bisher bietet nur Neukölln seinen Schulen Wachschutz: Der Bezirk finanziert Wachleute für 16 Schulen, was ihm viel Kritik und Häme seitens des Senats einbrachte. „Dieser Amoklauf wäre durch Wachschützer nicht verhindert worden, aber er wäre sicher anders verlaufen“, sagte Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD). Die Wachschützer dürfen keine Schulfremden einlassen und sollen einschreiten, sobald sich jemand auffällig benimmt. Die Polizeigewerkschaft im Beamtenbund fordert ein bundesweites Waffenregister. Es gebe zu viele zuständige Stellen. hah/sve

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