NACHGEFRAGT BEI DER TAXI-INNUNG : „In Tegel wird zu wenig kontrolliert“

Los geht’s. Aber bitte fair.
Los geht’s. Aber bitte fair.Foto: Mike Wolff HF

Herr Bahr, Sie saßen im Gerichtssaal. Was denken Sie über den Prozess gegen den betrügenden Taxifahrer?

Es ist erschreckend. Ich hätte nicht gedacht, dass so viel kriminelle Energie dahintersteckt. Und es gibt noch keine Verbesserung. Es muss am Flughafen Tegel eine Lösung gefunden werden, damit solche Leute dort nicht mehr unberechtigt abgreifen dürfen. Da ist Polizei, da sind Behörden, Politik, der Flughafen gefordert. Es wird zu wenig kontrolliert.

Was unternimmt das Taxigewerbe gegen Betrüger?

Wir sind keine Ordnungsbehörde, aber unternehmen viel. Wir haben das Problem öffentlich gemacht und erreicht, dass Aufsteller angebracht wurden. Nun wird mehrsprachig darauf verwiesen, Taxis nur direkt am Halteplatz zwischen Gate 6 und 9 zu nehmen.

Geht es bei diesem Prozess um einen Einzelfall?

Es ist die Spitze des Eisberges. Wir kennen sechs bis zwölf Leute, die ständig in Tegel Gäste abfischen, abends am Gate 12. Sie halten sich nicht an Regeln und drängeln vor. Wie viele darunter sind, die nicht zu reellen Preisen fahren, können wir aber nicht sagen. Betrogene Fahrgäste müssen es anzeigen.

Roland Bahr ist zweiter Vorsitzender der Innung des Berliner Taxigewerbes. Interview: Kerstin Gehrke.

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