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Sechs Frauen überfallen:

24-Jähriger gesteht vor Gericht

Berlin - Seine Opfer griff der Mann meist im Hausflur oder im Fahrstuhl an: Sechs Mal überfiel David P. vor allem ältere Frauen. Er raubte Taschen, Rucksäcke, Handys. „Leider treffen die Vorwürfe zu“, gab der 24-Jährige am Mittwoch vor dem Landgericht zu. Eine Erklärung für die von ihm begangenen Taten habe er aber nicht, sagte der Angeklagte. Von dem erbeuteten Geld habe er sich Drogen gekauft. Die Serie mit Raubtaten begann am 16. Dezember 2012 im Märkischen Viertel. David P. packte eine 63-jährige Frau. „Er kam von hinten, als ich am Briefkasten war“, sagte die Zeugin im Gerichtssaal. Mit Wucht hatte er ihr die Tasche entrissen. Bei der zweiten Tat erlitt eine 69-jährige Rentnerin erhebliche Verletzungen. Im Fahrstuhl hatte er sie derart mit der Faust ins Gesicht geschlagen, dass sie stürzte. Sie zog sich zwei Knochenbrüche zu. P. erbeutete 30 Euro. Der Prozess wird am kommenden Mittwoch fortgesetzt. K.G.

Vier Jahre Haft nach Befreiung

des Bruders

Berlin - Die Brüder sorgten für eine hollywoodreife Flucht. Erst simulierte der inhaftierte Sönmez B., bis man ihn aus dem Maßregelvollzug in Buch in die nahe gelegene Helios-Klinik brachte. Dann lief er seinen Bewachern in Handfesseln davon und hechtete in einen Mercedes, an dessen Steuer sein großer Bruder Ulusoy B. saß. „Ich stand unter dem Einfluss meines kleinen Bruders, er setzte mich unter Druck, bedrängte mich“, sagte der 38-jährige Ulusoy B. am Mittwoch vor einem Amtsrichter. Er hatte sechs Monate nach der Flucht einen Überfall auf einen Juwelier und einen Einbruch gestanden. Sein Bruder habe nicht aufgehört, kriminell zu sein, sagte der Angeklagte. Sönmez B., 33 Jahre alt, ist ein verurteilter Vergewaltiger, Räuber, Dieb. Im Juli 2010 hatte er knapp fünf Jahre Haft erhalten. Nach seiner Flucht wurde er im Februar 2011 in Ungarn gefasst. Wieder kam er in den Maßregelvollzug – und entkam im Juli 2011 erneut – mit Hilfe des großen Bruders Ulusoy. Der stand im Herbst 2011 mit Sönmez als Juwelenräuber vor Gericht und bekam dreieinhalb Jahre Haft. Die Gefangenenbefreiung führte nun zur Erhöhung auf vier Jahre. K.G.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen

Jugendheimbetreiber Haasenburg

Potsdam - Wegen Misshandlungsvorwürfen gegen den privaten Kinder- und Jugendheimbetreiber Haasenburg GmbH ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Cottbus. Es besteht der Anfangsverdacht der Misshandlung von Schutzbefohlenen, sagte eine Behördensprecherin. axf

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