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Socken mit kleinen Hakenkreuzen

bei märkischem Textil-Discount

Potsdam - Eine Filiale des Textildiscounters Kik im uckermärkischen Templin hat schwarze Herrensocken mit kleiner Applikation verkauft: zwei Hakenkreuze mit schwarzen Linien auf grauem Grund. Zunächst gab es keine Beschwerden, bis ein Templiner die Socken meldete. Diese waren nach Angaben des Unternehmens in geringer Stückzahl im Juni 2011 ausgeliefert worden. Von den Dreierpacks war je ein Sockenpaar mit Hakenkreuz versehen. Sie waren Teil eines größeren Überhangspostens, den Kik einem türkischen Lieferanten abgekauft hatte. Die „unterschiedlichen Sockendesigns“ vorab zu sichten, sei in diesen Fällen nicht möglich, sagte eine Sprecherin. Das Unternehmen bedauere, dass die Socken in den Verkauf gelangt seien. Die Filialen seien angewiesen worden, die noch vorhandenen Paare auszusortieren. Sobald die Retour-Ware im Hauptlager ist, soll sie vernichtet werden. Wie viele Socken verkauft wurden, blieb unklar. Die Ermittlungsbehörden halten sich zurück, dort gibt es Bedenken gegen ein Verfahren. Denn die winzigen Hakenkreuze seien kaum als solche zu erkennen.axf

Henkel verteidigt millionenfache Handyabfrage

Berlin - Die Berliner Polizei hat in den vergangenen vier Jahren in rund 1100 Verfahren mehr als 1400 sogenannte Funkzellenabfragen durchgeführt, also Handydaten im Umfeld von Mobilfunk-Sendern zur Verbrechensaufklärung analysiert. In 300 ausgewerteten Verfahren wurden dabei von 2009 bis April 2012 mehr als 6,6 Millionen Datensätze untersucht. Das gab Innensenator Frank Henkel (CDU) am Montag im Innenausschuss auf eine Anfrage der Piraten hin bekannt. 5383 Inhaber von Anschlüssen seien ermittelt worden, deren Telefone im Umfeld von Straftaten benutzt wurden, in 116 Fällen habe das zu neuen Erkenntnissen in Ermittlungsverfahren geführt. Gegen Kritik aus der Opposition verteidigte Henkel sich mit Verweis auf schwere Verbrechen der vergangenen Monate, darunter der Mord an einer jungen Frau in Lübars, die Vergewaltigung einer Schülerin und den Mord an einer Rentnerin. Die Täter seien nur durch Handyabfragen zu ermitteln gewesen. lvt

Betreiber für „Spucki“

in Lichterfelde gefunden

Berlin - Das Sommerbad Lichterfelde ist gerettet. Für das als „Spucki“ bekannte Bad am Hindenburgdamm ist ein Betreiber gefunden, teilten die Bäderbetriebe mit. Die Betreiber der „Sauna am Pfingstberg“ in Hermsdorf übernehmen das Bad. Geplante Eröffnung der Saunalandschaft ist am 4. September. Das Sommerbad betreiben die Bäderbetriebe bis zum 2. September. Der neue Betreiber plant auch ein Restaurant mit Biergarten. spa

Mordversuch bei Silvesterparty:

24-Jähriger schwieg vor Gericht

Berlin - Nach einem Messerangriff auf den Gastgeber einer privaten Silvesterfeier muss sich seit Montag ein 24-jähriger Gebäudereiniger wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht verantworten. Michael S. soll den 27-jährigen Gastgeber vor dessen Wohnhaus in Köpenick durch einen Stich in den Bauch lebensgefährlich verletzt haben. Zu Beginn des Prozesses schwieg der Angeklagte. Das Opfer sagte, S. und dessen Begleiter seien zunächst als Störenfriede der Wohnung verwiesen worden. Während der Knallerei vor dem Haus sei es dann zum Streit gekommen. In einem Handgemenge habe er S. zurückgestoßen, ein Messer aber nicht gesehen. Das Opfer lag nach einer Notoperation knapp vier Wochen im Krankenhaus. Der Prozess geht am Mittwoch weiter.K.G.

Neue SPD-Kreisvorsitzende

in Friedrichshain-Kreuzberg

Berlin - Der neue SPD-Landeschef Jan Stöß hat am Montag den Kreisvorsitz in Friedrichshain-Kreuzberg abgegeben. Zu seiner Nachfolgerin wurde Julia Schimeta, eine Sozialdemokratin des linken Parteiflügels, gewählt. Schimeta ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Kandidiert hatte auch der Jurist Harald Georgii, Regierungsdirektor im Bundestag und leitender Mitarbeiter mehrerer Untersuchungsausschüsse im Bundestag und Abgeordnetenhaus, der ebenfalls zu den Parteilinken zählt. Schon vor der Wahl wurden der bisherigen Vize-Kreischefin Schimeta, einer Vertrauten des Parteichefs Stöß, bei der Kampfabstimmung die etwas besseren Chancen eingeräumt. za

Fahrzeuge von Deutscher Bahn

und THW angezündet

Berlin - Brandstifter haben in der Nacht zu Montag in zwei Bezirken mehrere Autos und einen Lastwagen angezündet. In Britz brannte auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks in der Haarlemer Straße ein Lastwagen. Anwohner hatten um 2.45 Uhr die Feuerwehr alarmiert. In der Lichtenberger Straße in Friedrichshain, zwischen Jannowitzbrücke und Ostbahnhof, steckten die Täter drei Autos eines Carsharing-Unternehmens der Deutschen Bahn in Brand. Vier umstehende Fahrzeuge wurden durch die Hitze beschädigt. Ein vorbeifahrender Taxifahrer hatte gegen 1.30 Uhr die Feuerwehr gerufen. Menschen wurden nicht verletzt. In beiden Fällen ermittelt der Staatsschutz, die Polizei schließt eine politische Motivation nicht aus. „Die Bahn wurde schon mehrfach von der linken Szene angegriffen“, sagte ein Sprecher. Häufig hätten sich die Täter danach in Bekennerschreiben geäußert, was in diesem Fall nicht geschehen sei. Als Grund für Angriffe auf die Bahn gaben Linke mehrfach an, dass das Unternehmen Castortransporte organisiere. Im Jahr 2012 verzeichnete die Polizei bisher 153 Brandstiftungen an Fahrzeugen, davon 17 mit einem mutmaßlich politischen Hintergrund. spa

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