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Rechtsextreme Angriffe in Zossen: Neonazi legt Geständnis ab

Potsdam/Neuruppin - Bei den Ermittlungen zu den rechtsextremen Angriffen in der Region Zossen ist die Polizei einen großen Schritt weitergekommen. Ein 24-jähriger, vorbestrafter Neonazi, der auch in der NPD aktiv ist, hat nach Angaben des Landeskriminalamts gestanden, Anfang März in Zossen und Königs Wusterhausen Hakenkreuze geschmiert zu haben. Der Beschuldigte gab außerdem zu, er habe sich am 27. Januar an der Störung einer öffentlichen Gedenkfeier zur Erinnerung an die Opfer des Holocausts beteiligt. Auch weitere Straftaten aus dem Jahr 2009, darunter die Bedrohung des Sprechers der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“, gestand der Neonazi. Die Polizei hatte am 23. März drei Wohnungen in Zossen durchsucht und Beweismaterial sichergestellt. Am 22. Januar war bei einem rechtsextremen Anschlag in Zossen das „Haus der Demokratie“ abgebrannt.

Unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD) feiert Neuruppin am heutigen Sonnabend ein Demokratiefest. Anlass ist ein Aufmarsch von Neonazis. Die „Freien Kräfte Neuruppin“ haben eine Demonstration mit 250 Teilnehmern angekündigt.fan

Stadt Potsdam gibt Tierheim-Projekt mit umstrittener Treberhilfe auf

Potsdam – Nach der Affäre um die Berliner Treberhilfe hat die Stadt Potsdam die Verhandlungen mit dem Verein wegen eines geplanten Tierheims am Freitag für beendet erklärt. Grund seien „durchgreifende Zweifel an der finanziellen Leistungsfähigkeit“ der Treberhilfe Brandenburg gGmbH. Dies habe eine Prüfung „aufgrund der jüngsten Entwicklungen“ ergeben. Sozialdezernentin Elona Müller bedauere, dass es beim Bau des Tierheims im Stadtteil Eiche erneut zu Verzögerungen komme, hieß es. ddp

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