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Zöllner besteht auf Teilnahme

am Drittklässlertest

Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) will „nicht hinnehmen“, dass Grundschulen die Teilnahme am Drittklässlertest „Vera“ verweigern. Das erklärte der Senator in der Aktuellen Stunde des Abgeordnetenhauses, in der es um die Situation von Grundschulen in sozialen Brennpunktgebieten geht. 1200 Lehrer hatten in einem „Brandbrief“ vor Tagen darauf hingewiesen, dass es für Schüler in sozialen Problemvierteln nicht sinnvoll sei, an dem für Anfang Mai bundesweit geplanten Test teilzunehmen – sie verstünden die Fragen gar nicht. Zöllner wies darauf hin, dass Schulen in schwierigen Berliner Kiezen besser mit Personal ausgestattet seien als irgendwo sonst in Deutschland. Aus Zöllners Sicht gibt es zwei Gründe dafür, dass Schüler die im Vergleichstest „Vera“ gestellten Fragen nicht verstehen: Entweder habe die Schulverwaltung gegenüber der Schule versagt – oder Lehrer hätten „nicht funktioniert“. Dem wolle er nachgehen. Zuvor hatten Bildungspolitiker der Opposition Zöllners Schulpolitik hart kritisiert. Alle Maßnahmen der letzten Jahre vom Förderunterricht bis zur Verbesserung der Schüler-Lehrer-Relation hätten nichts genutzt – das zeige der „Brandbrief“ der Grundschullehrer. Seit 2002 habe regelmäßig die Hälfte der Erstklässler aus Migrantenfamilien Sprachförderbedarf. wvb.

Wowereit wirbt mit „Stadtwette“

für Tafel-Bewegung

Mit einer ungewöhnlichen Aktion will der Bundesverband Deutsche Tafel auf die Lebensmittelhilfe der bundesweit über 860 Tafeln aufmerksam machen. Wie der Verein am Donnerstag in Berlin erklärte, ging er mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) eine „Stadtwette“ ein. Er setzt darauf, dass die Berliner anlässlich des 16. Bundestafeltreffens vom 3. bis 5. Juni mindestens 50 Tonnen Lebensmittel für die Berliner Tafel spenden. Was er anbietet, wenn er seine Wette verliert, will der SPD-Politiker erst am kommenden Mittwoch bei einer Pressekonferenz verraten. Wowereit ist Schirmherr des Treffens, zu dem rund 1000 ehrenamtliche Tafel-Mitarbeiter in Berlin erwartet werden. KNA

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