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Charité-Chef: Klinikum hat nicht

zu viele Oberärzte



Manchmal haut auch der Rechnungshof daneben. Im neuen Jahresbericht wurde kritisiert, dass sich die Zahl der Oberärzte bei der Charité nach der Einführung eines neuen Tarifrechts 2007 verachtfacht habe. Der Chef des Universitätsklinikums, Karl Max Einhäupl, wies dies am Dienstag als „sachlich falsch“ zurück. Vor Abschluss des Tarifvertrags habe es zwar Oberärzte, aber keine tarifliche Vergütungsgruppe „Oberärzte“ gegeben. Mit dem neuen Tarifrecht seien alle, die auch vorher schon ihrer Funktion nach Oberärzte waren, entsprechend eingestuft worden. Insgesamt gibt es bei der Charité 374 solcher Oberärzte. Im Vergleich zur Zahl der Assistenzärzte am Klinikum, etwa 2000, ergebe sich ein Verhältnis von 1 zu 5,4, sagte Einhäupl. „Das ist üblich und liegt im Rahmen vergleichbarer Kliniken in Deutschland.“ Die Charité habe den Landesrechnungshof bereits am 4. März in einer internen Stellungnahme auf diesen Sachverhalt hingewiesen. „Wir sind erstaunt, dass dies im Jahresbericht 2010 nicht berücksichtigt worden ist“, sagte der Charité-Chef. za

Senat will Kosten für Wohnheime

in den Griff bekommen

Die gewaltigen Unterschiede bei den Kostensätzen der 102 Wohnheime für geistig und körperlich behinderte Menschen in Berlin sollen durch ein neues Abrechnungssystem abgebaut werden. Ein berlinweiter Testlauf mit 3200 Menschen soll in den nächsten Monaten die Praxistauglichkeit der neuen Systematik überprüfen. Dies teilte die Sozialverwaltung auf Anfrage mit. An dem Problem werde bereits seit längerem gearbeitet, die großen Preisunterschiede gebe es auch in anderen Bundesländern. ball

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