NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Senat plant weitere Liberalisierung

der Drogenpolitik

In Berlin soll das Mitführen von bis zu 15 Gramm Haschisch oder Marihuana straffrei bleiben. Nach einem Bericht des Magazins „Spiegel“ werde Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher (Linke) in Kürze eine entsprechende Verwaltungsvorschrift unterzeichnen. Berlin verfolgt damit eine besonders liberale Drogenpolitik. In den meisten Bundesländern werden bis zu sechs Gramm Cannabis als „geringe Menge“ für den Eigenkonsum eingestuft. Das Betäubungsmittelgesetz ist zwar Bundesrecht, die Länder können aber per Verwaltungsvorschrift festlegen, was als geringe Menge gilt. Bisher blieb in Berlin der Besitz von bis zu zehn Gramm Haschisch oder Marihuana straffrei. epd

Windkraftgegner protestieren

gegen „stümperhafte Energiepolitik“

Rund 300 Windkraftgegner haben am Sonnabend am Brandenburger Tor gegen die „stümperhafte und aktionistische Energiepolitik der Landesregierung“ demonstriert. Mit den „staatlich subventionierten und ineffektiven“ Windrädern, die nur an 77 Tagen im Jahr Energie produzierten, würden nur Interessen der Industrie befriedigt und die Landschaft verschandelt, sagte ein Sprecher der „Volksinitiative gegen die Massenbebauung Brandenburgs mit Windindustrieanlagen.“ Er forderte die Politik auf, einen „nationalen Plan zur Energieeinsparung“ aufzustellen. Es müsse endlich sparsamer mit Energie umgegangen werden. ddp

Film am Homosexuellen-Mahnmal

wird erst im Herbst ausgewechselt

Das Video mit einem sich küssenden Männerpaar am Homosexuellen-Mahnmal im Tiergarten wird später ausgetauscht als geplant. Der künstlerische Wettbewerb um das Projekt habe sich verzögert, sagte Denkmals-Sprecherin Leonie Mechelhoff. Der Film werde erst im Herbst gewechselt. Das Mahnmal erinnert an die in der NS-Zeit verfolgten Homosexuellen. An dem Video war kritisiert worden, dass es weibliche Opfer ausschließe. Im Rahmen des Wettbewerbes sollen Künstler bis September ein Konzept vorlegen. Entschieden werde nur unter künstlerischen Gesichtspunkten. Es sei offen, ob es eine männliche oder weibliche Szene wird, sagte Mechelhoff. Historiker hatten wegen der geschlechtsunspezifischen Ausschreibung vor einer „Verzerrung der Geschichte“ gewarnt, da zwar homosexuelle Männer, aber keine Frauen verfolgt worden seien. dpa

Brutaler Überfall auf Lottoladen:

Mitarbeiter und Kunden bedroht

Hohenschönhausen - Bei einem Überfall auf einen Lottoladen in Alt-Hohenschönhausen haben zwei unbekannte Männer am Samstag gegen 10 Uhr sieben anwesende Kunden und den 26-jährigen Verkäufer mit Pistolen bedroht und gezwungen, sich auf den Boden zu legen. Dann räumten sie die Kasse aus. Bevor sie mit ihrer Beute flüchteten, versprühten sie Reizgas. Zwei Personen erlitten Augenreizungen. cs

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