NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

An Berliner Flughäfen drohen

weiter Streiks des Bodenpersonals

Die Gewerkschaft Verdi wollte am gestrigen Mittwochabend entscheiden, ob das Bodenpersonal an den Berliner Flughäfen in den Ausstand tritt. Zuvor wurde mit der Flugzeug-Abfertigungsfirma Acciona verhandelt. Sie hat die Tarifverträge gekündigt und will die Löhne für ihre rund 300 Mitarbeiter um bis zu 20 Prozent senken. Verdi fordert die Wiederinkraftsetzung der Verträge und will bei Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen und Eingrenzung von Leiharbeit nur über die Stundung von Entgelt-Bestandteilen diskutieren. Mit Globeground Berlin streitet die Gewerkschaft um Gehaltserhöhungen für die unteren Tarifgruppen, in denen sich rund 700 der 1800 Mitarbeiter befinden, sowie die Integration der tariflosen Billigtochter GSI in den Tarif der Muttergesellschaft. Die Verhandlungen scheiterten laut Geschäftsleitung zuletzt an der Forderung nach zehn zusätzlichen freien Tagen. du-

Fernsehteam

in Wedding angegriffen

Mitarbeiter eines Fernsehteams sind am Dienstagnachmittag in Wedding von einem Unbekannten angegriffen worden. Der Mann beschimpfte das Kamerateam zunächst, bevor er es mit einer Holzlatte angriff, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch mitteilte. Als die Angegriffenen mit dem Auto flüchten wollten, warf der Randalierer das Vierkantholz sowie mehrere Steine gegen das Auto. Nach Angaben der Polizei wurde bei dem Vorfall aber niemand verletzt. Die Kamera wurde beschädigt. Der Täter konnte fliehen. ddp

Vater wegen Misshandlung

seines Babys vor Gericht

Der Vater sprach von einem Unfall beim Spielen, die Anklage aber geht von roher Misshandlung aus: Durch Schläge, grobes Zupacken oder Wegschleudern soll ein 36-jähriger Koch seinem sechs Monate alten Sohn den linken Oberschenkel gebrochen haben. Einen Monat später sei es zu einer Verletzung am rechten Bein gekommen. Das Baby musste stationär behandelt werden. „Ich habe meine Kinder nie geschlagen“, beteuerte der Vater von drei kleinen Jungen am Mittwoch vor Gericht. Er habe mit den Kindern herumgetollt. Beim Spielen habe er offensichtlich „zu viel Kraft angewandt“, sagte er. Im Juli 2008 brachte die Mutter ihren jüngsten Sohn ins Krankenhaus. Das war laut Anklage kurz nach dem zweiten Vorfall in der Charlottenburger Wohnung. Sie war entsetzt, als sie von einem bereits mehrere Wochen alten Bruch erfuhr. Das Jugendamt und die Polizei wurden eingeschaltet. Seit der Trennung der Eltern leben die Kinder bei der Mutter. Der Prozess geht am 16. Juni weiter. KG

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar